Rosen richtig überwintern

Wer schweigen kann und warten, dem wachsen die Rosen im Garten. - Alfred Huggenberger (Schweizer Schriftsteller 1867-1960)

Mit Warten allein ist es aber nicht getan, wenn man auch im nächsten Sommer blühende Rosen im Garten sehen will. Da kommt in den Wintertagen ein bisschen Arbeit auf den/die Hobbygärtner/in zu, wenn man das Überwintern von Rosen gut vorbereiten will. Damit ihre Rose auch den kalten Winter übersteht, gibt es einige Dinge zu beachten. Je nach Rosentyp variiert der Winterschutz ein wenig, aber das Grundprinzip ist gleich.

Rosen sind in einer Sache wie alle Lebewesen – wenn sie gesund und gut genährt sind, haben sie es leichter gegen schwere Zeiten anzukämpfen. Mit anderen Worten: wenn die Rosen über den Sommer gut gedüngt, bewässert, sowie frei von Schädlingen gehalten wurden, sind sie kräftiger, wenn der Frost kommt.

Damit aber nicht genug, den Rosen muss man fachgerecht über den Winter helfen. Dies ist notwendig, weil die in den Rosenzellen enthaltene Flüssigkeit, bei plötzlichem Temperaturabfall gefrieren kann. Es geht dann der Rose so wie einer in der Tiefkühltruhe vergessenen Bierflasche – die Flüssigkeit expandiert beim gefrieren, die Zellen zerreißen und sterben. Wenn die Rose aber langsam in den Zustand der Keimruhe versetzt wird, verdicken sich die Zellwände, die Flüssigkeit verwandelt sich und hält dem Gefrieren stand. Das in der Rose gespeicherte Wasser wird zum Frostschutzmittel. Rosen werden im Winter aber so nicht nur vor dem Frost geschützt, sondern auch vor Temperaturschwankungen und starken Winden.

Wenn Sie folgende Winterschutz- Maßnahmen beachten, übersteht Ihre Rose den Winter einwandfrei.

Wie überwintern Rosen am besten?

Vorbereitende Maßnahmen:

  • Düngegabe sollte Ende Juli eingestellt werden, damit das Holz der Rose ausreifen kann
  • im September kann eine letzte Spezialdüngung gegeben werden, aber beachten Sie folgendes: der Dünger darf auf keinen Fall Stickstoff enthalten, da die Rosen ihr Wachstum sonst nicht rechtzeitig vor Winterbeginn abschließen können
  • geeignete Dünger enthalten Nährstoffe wie: Kali, Phosphor und Kalium, sie unterstützen das Ausreifen der Triebe und erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegen Frost
  • Bewässerung reduzieren, aber darauf achten, dass die Pflanze nicht austrocknet. In einem trockenen Winter sollte man die Rosenstöcke etwa alle drei Wochen bewässern.
  • Verbleibende Blätter an den Rosen sollten entfernt werden, da sie sowohl Schädlinge enthalten können, als auch das Austrocknen der Rosenstöcke im Winter fördern.

Rosen im Garten richtig überwintern

Da Frost den Wurzeln und Trieben erheblichen Schaden zufügen kann, ist es wichtig die Rose gut davor zu schützen.

  • Erde um den Stamm herum anhäufeln; d.h. vorsichtig einen lockeren Haufen Erde von etwa 15- 20 cm aufschütten, so ist die empfindliche Veredlungsstelle der Rose gut geschützt. Die  Gartenerde zum Frostschutz sollte nicht aus dem Rosenbeet entnommen werden, da diese Entnahme die Wurzeln der Rosen schaden könnte. 
Rosen_anhaufeln_zum_Winterschutz

Rosen anhaufeln zum Winterschutz

  • verwenden Sie hierfür Erde, Pferdemist, Lauberde, gekaufte Blumenerde oder Kompost
  • vermeiden Sie Torf und Rindenmulch, da diese zu viel Feuchtigkeit speichern und Gerbstoffe abgeben
  • auch im Winter braucht die Rose etwas Sonnenschutz, denn an klaren kalten Sonnentagen (im Januar und Februar) wenn der Frost tief im Boden sitzt, kann aus den Trieben Feuchtigkeit verdunsten, die aufgrund des Frostes von den Wurzeln nicht ersetzt werden kann
  • um die Rose so im Winter vor dem vertrocknen zu schützen, können Sie die Pflanze mit Fichten- oder Tannenzweigen abdecken
Rosen_mit_Zweigen_gegen_Frost_sch-tzen

Rosen mit Zweigen gegen Frost schützen

  • weitere Materialien um die Rosenkrone zu schützen sind unter anderem: Jute, Sackleinen, Frostschutzvliese oder vorgefertigte Hauben geeignet
  • diese können Sie vorsichtig über die Krone stülpen und unten zusammenbinden
  • verwenden Sie keinesfalls Plastikfolien oder Plastiktüten, denn darunter bildet sich Kondenswasser, welches gefrieren und großen Schaden anrichten kann

Stammrosen:

  • sie sind besonders auf den Winterschutz angewiesen, da ihre sehr empfindliche Veredlungsstelle am Ansatz der Krone ist
  • daher wird um die Veredlungsstelle herum und um die Zweige Reisig gelegt
  • im Anschluss stülpt man einen Stoff-oder Jutesack über die Krone und bindet ihn unten etwas zusammen
  • am Stamm der Rose können Spanungsrisse in der Rinde entstehen, um dem vorzubeugen können Sie den Rosenstamm mit breiten Jutebändern umwickeln

Wie überwintern Rosen im Topf?

  • Topf-oder Kübelrosen können den Winter in einem geschützten, jedoch keinesfalls erwärmten Raum verbringen, sorgen Sie für ausreichend Licht
  • achten Sie aber darauf dass Sie die Rose ab und zu gießen müssen, damit sie nicht austrocknet
  • Befinden sich die Rosen in einem Topf, dann muss dieser rundum isoliert werden. Dies am Besten mit Winterschutzmatten aus Stroh, Kokos, oder Jutefilz. Auch Noppenfolie ist hier erlaubt.
  • Besser geschützt sind die Rosen, wenn der Topf nicht direkt auf dem Boden steht, sondern auf einer Styroporplatte oder einer festen Platte mit Rädern. Dies würde es auch erlauben, den Rosenstock zu bewegen
  • um die Rosenkrone zu schützen gibt es spezielle Vliesabdeckungen, wie zum Beispiel das Wintervlies von Romberg
  • ist nach Ende April kein Frost mehr zu erwarten, kann der Winterschutz von der Rose entfernt werden

Hier noch mal die vier wichtigsten Punkte zusammengefasst, die Sie für das Rosen Überwintern beachten sollten:

  1. Wurzelschutz im Beet: Veredlungsstelle vor Frost und Austrocknung schützen; Triebbasis ca. 15-20 cm hoch mit Gartenerde oder Kompost anhäufeln (kein Torf oder Rindenmulch verwenden, da diese zu viel Feuchtigkeit speichern)
  1. Wurzelschutz im Kübel: Kübel oder Topf rundum mit Winterschutzmatten (Kokos, Jutefilz, Stroh) einpacken, direkten Bodenkontakt vermeiden
  1. Kronenschutz: atmungsaktive Hülle um die Krone stülpen (Wintervlies, Jutegewebe, Nadelholz-Reiser)
  1. Stammschutz: Spannungsrisse in der Rinde vermeiden; Stamm mit Juteband, Wintervlies oder Winterschutzmatten umwickeln

Manche Gärtner schwören auch auf die alte Methode, die Rose mit einer dicken Schicht von Zeitungspapier zu umwickeln, das innere dieser Umwicklung dann mit trockenen Blättern oder Stroh zu füllen, und das Ganze dann mit einer Schnur festzubinden.

Wann soll der Winterschutz entfernt werden?

Wenn der Winter zu Ende geht, und der Boden aufzutauen beginnt, die Erde rund um die Triebbasis nach und nach entfernen, etwa ab Mitte April, damit sich die Rosen auch entsprechend nach und nach an Wind und Sonne des Frühlings gewöhnen können. Die Gärtnerfaustregel sagt, die richtige Zeit ist gekommen, wenn die Forsythien blühen. Es ist oft leichter und sicherer, die aufgehäufte Erde durch einen sanften Wasserstrahl, statt mit den Händen, zu entfernen.

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