Rosen in Topf und Kübel pflegen

Rosen gelten als die Königinnen unter den Blumen und sind sehr beliebt. Sie lassen sich im Garten pflegen, können aber auch auf der Terrasse oder dem Balkon das Auge ihres Gärtners erfreuen. Als Topfpflanze benötigt die Rose etwas Aufmerksamkeit um gesund und kräftig wachsen zu können, denn hier kann sie sich nicht selbst versorgen und ist auf die Pflege ihres Besitzers angewiesen. Für den richtigen Standort, die passenden Nährstoffe und eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr muss bei Rosen im Kübel gesorgt werden. Die größten Vorteile der Topfrosen sind die Möglichkeit, Pflanzen mit attraktiven Blüten auch auf Terrassen und Balkone zu bringen, sowie die Mobilität, die zu immer neuen Gartendesigns einlädt. Zudem können Rosen im Kübel auch an Stellen mit schlechter Bodenqualität gepflegt werden oder für zauberhafte Farbkleckse im Beet sorgen. Sie sind als Highlight zwischen verschiedenen Bodendeckern oder als zauberhafter Blickfang während einer Blühpause im Staudenbeet geeignet.

Schlüter’s Tipps für gesunde Topfrosen

Für die Kultivierung der Rosen in einem Kübel eignen sich vor allem gesunde und robuste Rosensorten, die keine weiten Ausläufer bilden. Beliebt für den Kübel ist unter anderem die historische Rose „Jacques Cartier“ mit ihrem betörenden Duft und den romantischen Blüten in sattem Rosa. Besonders regenfest mit üppig gefüllten dunkelroten Blüten ist die „Red Leonardo da Vinci“, die das Prädikat der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR) besitzt. Doch es bieten sich noch viele weitere Sorten für die Pflege im Topf an, wenn einige Tipps beachtet werden:

1. Hohe Töpfe für Rosen

Rosen entwickeln ein Wurzelwerk, das tief in die Erde reicht. Der passende Topf für die Rose sollte möglichst hoch sein und den Wurzeln die Möglichkeit zur Entwicklung geben. Kübel ab einem halben Meter Höhe oder mehr sind eine gute Wahl. Auf den Umfang kommt es hingegen bei Rosen weniger an. Da dunkle Kunststoffkübel zu sehr aufheizen, können Töpfe aus Terrakotta eine gute Wahl sein. Sie sind zudem atmungsaktiv.

2. Standort für Topfrosen

Rosen mögen Sonne, doch es sollte vermieden werden, dass sich der Rosenkübel an sonnigen Tagen erhitzt. Dunkle Blüten können bei starker Sonneneinstrahlung sogar verbrennen, dies gilt es vor allem an Südwänden zu beachten.

3. Luft und Wasser für die Wurzeln

Die Wurzeln der Rosen benötigen nach dem Eintopfen Wasser und Luft. Die Erde im Topf sollte nie trocken sein, sonst kann die Rose beispielsweise mit Mehltau befallen werden. Am Boden des Rosenkübels sollten sich Löcher befinden, durch die überflüssiges Wasser ablaufen und die Luft zirkulieren kann. Andernfalls können die Wurzeln durch die Staunässe Schaden nehmen und faulen.

4. Kübelrosen brauchen Dünger

Für Rosen im Kübel ist eine regelmäßige Versorgung mit Nährstoffen durch Düngung nötig. Am besten werden hierfür ein Langzeit-Rosendünger und wöchentlich angewendeter Flüssigdünger kombiniert.

5. Regelmäßig umtopfen

Kübelrosen sollten regelmäßig alle zwei Jahre umgetopft werden und einen größeren Container erhalten.

Rosen richtig in den Kübel pflanzen und pflegen

1. Wässern

Die Rosen sollten vor dem Einpflanzen in den Kübel samt ihres Ballens gewässert werden. Dafür werden sie so lange in einen mit Wasser gefüllten Eimer gestellt bis keine Blasen mehr aufsteigen.

2. Die richtige Erde wählen

Für den Kübel wird eine hochwertige, humushaltige Erde gewählt. Dem Substrat kann ein Vorratsdünger (wie Hornspäne) beigemischt werden. Geeignete Erden sind zum Beispiel:

3. Kübel für Rosen vorbereiten

Die unterste Schicht im Kübel sollten Tonscherben oder Kieselsteine bilden. Sie fungieren als Drainageschicht und verhindern, dass die Wurzeln die Ablauflöcher verstopfen.

4. In die Erde bringen

Auf die Drainageschicht wird das Substrat gegeben. Bei Bedarf kann ein Vlies zwischen Substrat und Tonscherben gelegt werden, damit die Erde nicht hindurch rieselt. Die Wurzeln dürfen im Kübel nicht abknicken. Die Veredelungsstelle der Rose sollte rund fünf Zentimeter unter der Erde liegen, damit sie vor äußeren Einflüssen geschützt ist.

5. Düngung von Rosen im Kübel

Zusätzlich zum Langzeitdünger sollten die Topfrosen von April bis Juli alle zwei Wochen einen Flüssigdünger erhalten um die Nährstoffversorgung zu sichern.

6. Kontrolle

Einmal die Woche sollten die Topfrosen auf Krankheiten untersucht werden, damit früh genug Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Da es ohnehin ratsam ist, welke Blätter und verblühte Blüten regelmäßig zu entfernen, können diese Aufgaben verbunden werden.

Rosen in Topf und Kübel richtig überwintern

In der kalten Jahreszeit muss die Rose vor dem Frost geschützt werden, vor allem die Wurzel ist empfindlich. Die einfachste Lösung für das Überwintern einer Rose ist es, sie in einen kühlen Raum ohne Frost zu stellen. Da nicht jeder Gärtner diese Möglichkeit hat, kann der Kübel auch mit der bekannten Luftpolsterfolie umwickelt werden. Im Anschluss wird Jutestoff um den Topf gebunden, mit dem Gewebe werden auch die Äste der Pflanze geschützt. Diese können sonst an sonnenreichen Frühlingstagen zu früh austreiben oder durch eisige Winde in Mitleidenschaft gezogen werden. An einem geschützten Ort, zum Beispiel an der Hauswand, kann die Topfrose dann auch frostige Temperaturen überstehen. Im Frühjahr zwischen Februar und April sollten die Zweige der Pflanze dann je nach Sorte stark zurückgeschnitten oder gekürzt werden.

Krankheiten von Rosen im Kübel

Eine gute Pflege am richtigen Standort ist die beste Vorbeugung gegen Rosenkrankheiten. Dennoch gibt es ein paar typische Erkrankungen, die die Pflanze bekommen kann:

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1. Echter Mehltau

Der Echte Mehltau befällt die Topfrosen vor allem in warmen, schwülen Sommern. Er kann am weißlichen Belag auf der Oberseite der Laubblätter erkannt werden (Stiele und Knospen können jedoch auch betroffen sein). Vorbeugend sollte auf eine zu hohe Gabe von stickstoffreichen Düngern verzichtet werden. Eine Brühe aus Schachtelhalm soll auf biologischem Wege einer Infektion entgegen wirken. Ist eine Pflanze bereits am Echten Mehltau erkrankt, können Schwefel-Präparate oder Fungizide zum Einsatz kommen. Ein Beispiel hierfür ist:

2. Sternrußtau

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Grauschwarze, ausgefranste Flecken mit gelblicher Randfärbung auf den Blättern weisen auf eine der häufigsten Rosenkrankheiten hin: den Sternrußtau. Dieser Pilz ist vor allem bei kühlem und feuchtem Wetter an den Pflanzen zu finden und kann dazu führen, dass die Rosen ihre Blätter abwerfen. Für die Bekämpfung sollten befallen Blätter abgenommen werden. Um auf biologische Weise gegen den Pilz vorzugehen, kann eine Knoblauchbrühe zum Einsatz kommen. Im Gartengeschäft gibt es zudem verschiedene Fungizide gegen den Sternrußtau.

Ein Beispiel ist:

3. Rosenrost

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Finden sich auf den Blättern der Topfrose rostrote Flecken, ist die Pflanze vom Rosenrost befallen. Um einem Befall vorzubeugen, sollten die Rosen gut vom Wind durchlüftet werden können, denn der Rosenrost tritt vermehrt bei Feuchtigkeit auf. Ein im Handel befindliches Mittel zur Behandlung der Erkrankung ist:

Tags: Pflege
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