Geranien richtig pflegen – so geht’s!

Die zauberhaften und farbenfrohen Geranien zählen zu den Klassikern unter den Sommerpflanzen. Beliebt sind die schönen Gewächse vor allem wegen ihre ansprechenden Blütenfarben, die durch verschiedene Züchtungen von Weiß über Rosa und Lavendelviolett bis hin zu einem intensiven Weinrot reichen – mit oder ohne Auge in der Mitte. Bei guter Pflege können sie ab Mai bis in die Herbstmonate hinein Blüten zeigen. Werden sie fachgerecht überwintert, erfreuen sie Gärtner über mehrere Jahre. Besonders begehrt ist dabei die Blühfreudigkeit der Pflanzen, die einen sonnigen Platz auf dem Balkon bevorzugen und auch mit kurzer Trockenheit auskommen. Zudem gelten die mehrjährigen Pflanzen als pflegeleicht, wenn einige Regeln beachtet werden.

Geranien Pflege – Gießen und Düngen sorgt für Blütenpracht

Damit die attraktiven Geranien ihre volle Pracht zeigen können, ist neben einem geeigneten Standort und einem hochwertigen Substrat, die richtige Pflege der unkomplizierten Gewächse wichtig. Diese besteht vor allem aus einer ausreichenden Wasserzufuhr, den passenden Düngergaben und dem regelmäßigen Ausputzen der Pflanzen.

1. Geranien gießen – auf eine gute Wasserversorgung achten

Die Geranien stammen ursprünglich aus warmen Gebieten wie Südafrika und können kleinere Trockenzeiten mitunter vertragen. Sie können in ihrem Gewebe Wasser einspeichern. Dennoch ist für eine langlebige Farbpracht der Dauerblüher das richtige Wässern wichtig.

  • Tägliches Gießen ist vor allem für Balkonpflanzen nötig (wenn es sehr warm und sonnig ist, sind Wassergaben in den Morgen -und Abendstunden ratsam)
  • Die Erde sollte mit dem Finger auf Feuchtigkeit getestet werden, da das dichte Laub der Geranien mitunter dafür sorgen kann, dass auch bei Regen nur wenig Wasser bis zu den Wurzeln durchkommt
  • Ein Wassermangel lässt sich unter anderem daran erkennen, dass die unteren Blätter welken und die Pflanze weniger blüht, andere Anzeichen für eine fehlerhafte Wasserversorgung sind bräunliche Ringe auf dem Laub der Geranie (Korkflecken)
  • Es sollte direkt in die Erde, nicht auf das Pflanzengrün gegossen werden
  • Staunässe mögen die Geranien nicht, darauf sollte beim Gießen geachtet werden (die Erde sollte feucht, aber nicht nass sein) 

2. Geranien düngen – die Starkzehrer brauchen viele Nähstoffe

Eine bunte Farbpracht und viel grünes Laub – damit die Geranien den gesamten Sommer in ihrem Festtagskleid erscheinen, benötigen sie eine große Menge Nährstoffe und sind als Starkzehrer bekannt. Für ein vitales Wachstum benötigen sie deswegen eine entsprechende Düngung. Für kräftige Wurzeln und Blüten sorgen Phosphate und Kalium, während saftig grüne Blätter Stickstoff benötigen. Damit das Laub der Pflanzen nicht vergilbt, ist auch die Zufuhr von Eisen nötig.

  • Die Düngung beginnt schon kurz nach dem Einpflanzen der Gewächse, denn die Nährstoffe aus dem Substrat sind schnell aufgebraucht
  • Es können Langzeitdünger zum Einsatz kommen (Langzeitdünger für Geranien), hier gilt es jedoch zu bedenken, dass sich die Düngewirkung nach wenigen Wochen bereits erschöpft haben kann. Zudem ist es möglich, dass der Dünger nicht gleichmäßig verteilt ist
  • Regelmäßige Düngergaben über das Gießwasser sind ebenfalls möglich (Flüssigdünger für Geranien oder für blühende Pflanzen). Unbedingt die Herstellerangaben zu beachten!
  • Mangelt es den Geranien an Nähstoffen, kann es unter anderem zu einer verminderten Blühfreude und kleineren Laubblättern kommen. Helles Laub zeigt meist einen Stickstoffmangel an, rötlichen Blättern kann ein Phosphormangel zugrunde liegen
  • Wenn es regnet, können große Düngemengen aus dem Substrat gespült werden und stehen den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung 

3. Krankheiten an Geranien vorbeugen

Um sich lange an der robusten Sommerblume zu erfreuen, sollten Pflanzenkrankheiten vermieden werden. Die regelmäßige Pflege kann zudem einen positiven Effekt auf die Blühfreude der ansprechenden Geranien haben.

  • Welkes Laub und verblühte Blüten entfernen (am besten werden die Blätter gegen die Wuchsrichtung abgeknickt, nicht geschnitten oder gerissen)
  • Beschädigtes Laub und Blüten (beispielsweise nach starken Regengüssen) sollten ebenfalls entfernt werden um Krankheiten keinen Nährboden zu bieten
  • Das Entfernen der alten Blätter und Blüten hat einen Nebeneffekt: die Pflanze bildet mehr frische Knospen und Blätter aus. Ist an einem Trieb viel welkes Grün, kann dieser ganz zurückgeschnitten werden und treibt dann anschließend meist blühfreudig nach
  • Staunässe an den Wurzeln vermeiden (für Abfluss sorgen – Fäulnisgefahr!)
  • Gesunde Pflanzen, die ausreichend gegossen werden und genügend Nährstoffe zur Verfügung haben, sind resistenter gegen Erkrankungen
  • An einem passenden Standort wachsen die Geranien vitaler und sind weniger anfällig gegen Krankheiten. Der Platz sollte sonnenreich sein und im besten Fall regengeschützt liegen
  • Lichtmangel und kaltes Wetter können die Geranien schädigen
  • Besitzt die Pflanze sehr lange Triebe, kann es sinnvoll sein sie anzubinden
  • Es sollten beim Entfernen der welken Grünteile regelmäßig Sichtkontrollen durchgeführt werden, um Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und zu bekämpfen

Krankheiten und Schädlinge der Geranie

Bei richtiger Pflege gelten die Geranien als relativ robust gegen verschiedene Erkrankungen, dennoch können die schönen Pflanzen von einigen Krankheiten oder Schadinsekten heimgesucht werden. Die meisten Erkrankungen der Geranien werden durch Lichtmangel, andauernde kalte Temperaturen und Staunässe verursacht.

· Geranienrost

Der Geranienrost ist eine ansteckende und verbreitete Pilzerkrankung, die die Sommerblumen heimsuchen kann. Die Erkrankung lässt sich an Farbveränderungen der Blätter erkennen: sie werden gelblich oder bräunlich, an der Blattunterseite finden sich Pusteln. Das beste Mittel gegen den Geranienrost ist es, die befallenen Blätter großzügig zu entfernen und sicher im Hausmüll, nicht auf dem Kompost, zu entsorgen (damit sich die Pilze nicht ausbreiten können). Ist der Befall bereits sehr weit fortgeschritten, muss die gesamte Pflanze entfernt und vernichtet werden.

· Grauschimmel an Geranien

Der Grauschimmel führt zu Flecken auf den Blättern, die eine gräuliche oder schwarze Färbung aufweisen. Schreitet die Krankheit weiter fort, kann die gesamte Pflanze verfaulen. Wie beim Geranienrost ist auch bei Grauschimmel ein Entfernen der erkrankten Blätter nötig.

· Stecklingsfäule an Geranien

Geranien können von der Stecklingsfäule befallen werden. Anzeichen hierfür sind verfärbte und faulende Triebe. Befallene Pflanzen sind in der Regel nicht mehr zu retten und müssen entsorgt werden.

· Bakterienwelke an Geranien

Die Bakterienwelke zeigt sich auf den Geranien durch ölige Flecken auf dem Laub, die Verfärbungen nach sich ziehen und schlussendlich sogar für das Absterben der gesamten Pflanze verantwortlich sein können. Die Bakterienwelke findet sich meist bereits bei der Anzucht auf den Gewächsen und muss nicht ausbrechen. Ist sie jedoch ausgebrochen, kann sie sich schnell ausbreiten. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Eintrittspforten für die Bakterien sind unter anderem Verletzungen der Pflanze.

· Blattläuse an Geranien

Durch ihren eigentümlichen Geruch sind Geranien vor vielen Schädlingen gefeit. Bei Blattläusen sind sie dennoch beliebt. Die Tiere sammeln sich in kleinen Kolonien auf den Pflanzen. Das klebrige Sekret, das sie absondern, kann einen Schimmelpilzbefall begünstigen. Zudem werden die Pflanzen durch die saugenden Insekten geschädigt. Wenn möglich, sollten die Tiere mit einem feuchten Tuch abgenommen werden, bei größerem Befall können auch Präparate auf Öl-Basis zum Einsatz kommen.

Tags: Pflege
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