Tannenzapfen – welche Funktion haben sie?

An verschiedenen Nadelhölzern finden sich Zapfen, besonders bekannt ist der Tannenzapfen. Gerne werden die holzigen Blütenstände verschiedener Nadelbäume (Koniferen) zum Basteln oder für Dekorationszwecke genutzt. Besonders zur Weihnachtszeit sind sie sehr beliebt. Im Ofen sollten die Zapfen übrigens aus Gründen der Emissionsreduzierung nicht verbrannt werden, denn sie setzen mehr Schwermetalle frei als herkömmliches Holz.

Verschiedene Koniferen und ihre Zapfen

Die Nadelbäume haben nicht nur unterschiedliche Nadellängen und -farben, sie besitzen auch verschiedene Zapfen. Ihre Formen und Farben können von klein und rund über lang und schlank, von Grün über Braun bis hin zu Blau reichen.

1. Tannenzapfen

Echte Tannenzapfen besitzen eine ährenförmige, längliche Form mit einer meist etwas voluminöseren Basis und einer schmaleren Spitze. Da es viele verschiedene Tannenarten gibt, können auch die Zapfen sehr unterschiedlich aussehen. Die Blütenstände dieser Koniferen wachsen aufrecht an den Ästen und besitzen Schuppen, die im Laufe der Reifung verholzen. Zu finden sind sie vor allem auf den oberen Ästen der Nadelbäume. Sie fallen in einzelnen Schuppen ab und nicht als kompletter Zapfen, deswegen sind die meisten vom Boden gesammelten Exemplare keine echten Tannenzapfen.

2. Kiefernzapfen

Auf der Nordhalbkugel der Erde finden sich die meisten Kiefernarten. Ihre verholzten Blütenstände besitzen eine eher ovale Form und werden oftmals für Tannenzapfen gehalten.

3. Fichtenzapfen

Die Zapfen von Fichten sind schmaler und länglicher, sie hängen von den Ästen hinab. Wenn sie noch nicht reif sind, können sie verschiedene Farben von Grün über Blau bis hin zu Rot besitzen. Diese Zapfen werden ebenfalls oft mit Tannenzapfen verwechselt.

4. Pinienzapfen

Besonders im Mittelmeerraum verbreitet ist die Pinie. Bekannt ist sie auch, weil die Samen ihrer Zapfen als Pinienkerne gerne für verschiedenste Speisen genutzt werden. Ihre typischen Blütenstände können eine Größe von bis zu 16 Zentimetern erreichen.

5. Zypressenzapfen

Weitere bekannte Nadelbäume sind die Mittelmeer-Zypressen, die besonders mit der italienischen Toskana verbunden werden. Sie besitzen im Verhältnis zu anderen Koniferen eher kleine, dafür sehr runde und verholzte Zapfen. Scheinzypressen besitzen etwas kleinere, aber ebenfalls rundliche Zapfen.

6. Wacholderzapfen

Die kleinen Beeren des Wacholders sind Zapfen, auch, wenn sie als solche schwer zu erkennen sind.

Welche Aufgabe haben die Zapfen von Nadelgehölzen?

Die Zapfen dienen Koniferen zur Fortpflanzung. Geschützt zwischen den Schuppen der Zapfen befinden sich die Samen (bei den weiblichen Zapfen) oder die Pollen (bei den männlichen Zapfen). Aus diesem Grund gelten die Blütenstände von Tannen, Fichten und Pinien als Fruchtbarkeitssymbol. Was im allgemeinen Sprachgebrauch als Zapfen bezeichnet wird, ist der weibliche Blütenstand.

Bestäubung bei Nadelgehölzen

Ist die Zeit der Blüte angebrochen, öffnen sich die Schuppen der Zapfen weit. Die Pollen der männlichen Zapfen werden durch den Wind zu den weiblichen Exemplaren getragen. Durch die Form der einzelnen Schuppen rutschen die Pollen zur unteren Mitte der Samenanlage. Dort werden sie je nach Koniferenart durch den Aufbau mechanisch gehalten oder durch einen Bestäubungstropfen befestigt, so dass sie an der richtigen Position verbleiben. Im Anschluss schließen sich die Schuppen der Zapfen um die weiteren Vorgänge vor äußeren Einflüssen zu schützen.

Befruchtung von Zapfen

Die richtige Position nach der Bestäubung ist wichtig, damit das Pollenkorn einen Pollenschlauch ausbilden und sich mit der Samenanlage verbinden kann. Durch diese Verbindung werden die männlichen Pollen zur weiblichen Samenanlage transportiert. Verschmilzt die Eizelle mit einer Spermazelle aus dem Pollenschlauch, war die Befruchtung erfolgreich.

Bildung der Samen in den Zapfen

Nach der Befruchtung beginnt die Eizelle sich zu teilen und ein Embryo entsteht. Dieser besitzt mehrere Keimblätter und eine Keimwurzel. Der Embryo in den Zapfen ernährt sich von seinem Embryosack und bildet neben einer harten Samenschale bei einigen Nadelbaumarten auch kleine Flügel aus, damit er über den Wind transportiert werden kann.

Reife Zapfen von Koniferen

Sind die Samen in den Zapfen reif, öffnen sich die holzigen Schuppen bei trockenem Wetter. Dann können die Samen herausfallen. Wird das Wetter schlechter, schließen sich die Zapfen um die Samen zu schützen. Je nach Art kann der gesamte Prozess von der Bestäubung zur Reifung nur eine einjährige Vegetationsperiode oder bis zu drei Jahre dauern.

Verbreitung der Samen

Die Samen der Nadelhölzer können durch den Wind verbreitet werden. Eichhörnchen, Vögel oder andere Tiere sorgen ebenfalls für eine Streuung der Samen. Einige Nadelbaumarten setzen nur auf Tiere für ihre Verbreitung und besitzen deswegen keine Flügel an den Samen, dafür sind sie jedoch größer. Tannzapfen hingegen werfen Stück für Stück ihre Schuppen samt Samen ab. Einige Koniferen öffnen ihre Zapfen erst um die Samen zu entlassen, nachdem sie die heißen Temperaturen eines Feuers spüren konnten. Danach ist der Boden fruchtbar und die kleinen Samen haben größere Chancen im Kampf um Licht und Nährstoffe.

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