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Durch Aufforstung den Wald zurückbringen

Dichte, gesunde Wälder die sich zusammenhängend über große Weiten erstrecken sind das Ziel der Aufforstung. Hierfür werden auf kahlen Flächen Bäume ausgepflanzt oder Samen gesät, die eine natürliche Bewaldung wiederherstellen sollen. Abholzung, Rodung, Stürme und andere Einflüsse können einem Wald zusetzen. Mit Hilfe der Aufforstungen sollen entstandene Schäden im Rahmen der forstlichen Nachhaltigkeit wieder ausgeglichen werden. Wird so eine zuvor bereits bewaldete Fläche erneut begrünt, handelt es sich um eine Wiederaufforstung. Werden Flächen neu bepflanzt auf denen zuvor kein Wald war, spricht man von einer Erstaufforstung.

Warum wird der Wald aufgeforstet?

1. Biodiversität beleben

Die Biodiversität bezeichnet die biologische Vielfalt. In Deutschland gibt es rund elf Millionen Hektar Waldfläche auf der sich rund 40 einheimische Baumarten finden. Je höher die Biodiversität, umso höher kann die Stabilität eines Waldökosystems, laut Helmholzzentrum für Umweltforschung, sein. Es wird angenommen, dass ein intakter, artenreicher Wald weniger anfällig für Schädlinge und Wetterextreme ist. Zudem können bei der Aufforstung bereits Maßnahmen ergriffen werden um Schädlinge auf natürliche Weise einzudämmen.

2. Positive Auswirkung auf den Treibhauseffekt

Wälder können CO₂ binden und speichern. Gleichzeitig sind Pflanzen in der Lage über die Photosynthese Sauerstoff freizusetzen. Im Lexikon der Nachhaltigkeit wird davon ausgegangen, dass die Vegetation auf dem Land derzeit rund 500 Mrd. t C des CO₂ speichert.

3. Grundwasserspiegel wird erhöht

Das Grundwasser befindet sich unterhalb der Erdoberfläche. Bäume schützen das Grundwasser und durch den Waldboden wird es gereinigt. Zudem besitzen Wälder die Fähigkeit Süßwasser zu speichern.

4. Überschwemmungen vorbeugen

Da der Wald ein hervorragender Wasserspeicher ist, kann er kleinen und mittleren Überschwemmungen entgegenwirken. Besonders angepasst an hohe Grundwasserspiegel und Überschwemmungen sind Pflanzen und Bäume, die in Auwäldern beheimatet sind.

5. Bodenerosion aufhalten

Wiederaufgeforstete Wälder können verhindern, dass Wind oder Wasser den fruchtbaren Oberboden abtragen. Wird die Bodenerosion nicht aufgehalten, kann sie eine Verschlechterung der Bodenqualität nach sich ziehen. In einigen Fällen ist der Boden dann nicht mehr nutzbar für die Landwirtschaft.

6. Desertifikation

Fehlt der Wald, kann der Boden immer weiter degenerieren bis es zur Desertifikation kommt. Die Verschlechterung des Bodens kann zu einer fortschreitenden Wüstenbildung führen. Ein besonders bekanntes Wiederaufforstungsprojekt ist Chinas Grüne Mauer. Für das bis jetzt weltweit größte Aufforstungsunterfangen soll bis zum Jahr 2050 ein Schutzwald auf rund 350.000 Quadratkilometer errichtet werden um der Wüstenbildung entgegenzuwirken. Nach diesem Vorbild soll auch Afrikas Grüne Mauer im Sahel errichtet werden.

7. Schutzwald

Im Gebirge bieten Schutzwälder oberhalb von gefährdeten Bereichen (wie Dörfern) einen Schutz vor Lawinen, Erdrutschen oder Steinschlag. Schutzwälder können unter anderem auch zum Einsatz kommen um Ufer zu schützen oder den Lärm von Siedlungen abzuhalten. Eine gezielte Wieder- oder Erstaufforstung kann die Schutzwirkung verstärken oder aufbauen.

8. Lieferant von Holz und Früchten

Wälder mit 400 Bäumen pro Hektar werden als Baumgarten bezeichnet. 1000 Bäumen pro Hektar stellen einen Nutzforst dar. Wälder können nachhaltig bewirtschaftet werden und so Holz und in einigen Fällen auch Früchte liefern. Bei der Aufforstung können bereits Wege im Wald eingeplant werden auf denen beispielsweise Holz abtransportiert wird ohne weitere Pflanzen zu schädigen. Die wirtschaftliche Nutzung des Waldes ist durch das Bundeswaldgesetz geregelt.

Wie wird ein Wald aufgeforstet?

Unter Paragraph 11 ist im Bundeswaldgesetz die Verpflichtung aller Waldbesitzer zur Wiederaufforstung zu finden. Die Nachhaltigkeit wird in den Fokus gesetzt, denn der Raubbau an den Wäldern im Mittelalter hatte in Mitteleuropa weitreichende Folgen und führte zum Umdenken. Im 14. Jahrhundert wurde das erste Gebiet in Deutschland wieder aufgeforstet. Für den Nürnberger Reichswald entwickelte der Rats- und Handelsherr Peter Stromer damals erfolgreiche Methoden zur Aufforstung. Sie werden heute mit weiteren Techniken unter dem Begriff Waldbau zusammengefasst. Die Aufgabe des Waldbaus ist es, die Waldbestände zu schützen und zu verbessern.

1. Waldsaat

Um einen Wald wieder aufzuforsten, können die entsprechenden Samen ausgebracht werden. Diese Methode hat den Vorteil, dass die Pflanzen gleich an ihrem Endstandort wachsen und nicht „umziehen“ müssen. Sie können fest in der Erde verwachsen und sich anpassen.

2. Waldpflanzung

Bei der Waldpflanzung können bereits vorgezogene, größere Pflanzen in den Wald eingebracht werden. Sie müssen sich mit den Strapazen des Umpflanzens und den Bedingungen am neuen Standort arrangieren. Für das Ausheben und wieder Einbringen werden verschiedene Geräte genutzt, die den Pflanzenwurzeln zusetzen können. Auf großen Flächen können die Pflanzarbeiten auch maschinell durchgeführt werden.

Was gilt es bei der Aufforstung zu beachten?

Bei Saat und Pflanzung gilt es zu beachten in welcher Form (beispielsweise blockweise oder in großen Abständen), das jeweilige Gewächs eingebracht werden sollte. Unbedingt müssen für die Wieder- oder Erstaufforstung passende Pflanzen gewählt werden. Es ist ebenfalls nötig, zu gewährleisten, dass ausreichend Wasser zur Verfügung steht, da die Pflanzen sonst eingehen oder angrenzende landwirtschaftliche Flächen trockenlegen können. Bei einer Aufforstung muss zuvor die Verfügbarkeit von Flächen für eine Bewaldung geprüft werden. Sollen ehemalige Ackerflächen bewaldet werden, sind verschiedene Maßnahmen zur Vorbereitung des Bodens nötig. Nachdem die Bäume oder das Saatgut für die Aufforstung des Waldes aufgebracht wurden, müssen sie geschützt werden – vor äußeren Einflüssen, dem Austrocknen und gegen Wildtiere und Mäuse.

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