Erdbeeren mulchen

Erdbeeren mulchen

Wenn wir das Wort „Mulchen“ hören, denkt ein Großteil von uns wahrscheinlich direkt an das allseits bekannte und gern verwendete Rindenmulch. Doch tatsächlich ist Rindenmulch als Mulch-Material für Erdbeeren gar nicht so gut geeignet. Es gibt viele verschiedene Materialien, die sich zum Mulchen verwenden lassen.

Per Definition ist Mulchen nichts anderes, als das Abdecken der Erdoberfläche mit organischem Material.

Die organischen Materialien

Für die Erdbeerpflanze gibt es eine Fülle an Mulch-Varianten, die in der Praxis ihre Anwendung finden. Dabei differenzieren viele Gärtner zwischen Mulch, das sie unmittelbar an den Pflanzen verwenden und Mulch, das nur zwischen den Reihen liegt. Genannt werden Tannennadeln, Laub, Farn, Holzwolle, Kompost und noch einige andere Materialien. Aber alle einig sind sie sich bei Stroh. Es ist ein bevorzugtes Material und wird auch auf großen betriebswirtschaftlichen Erdbeerkulturen ausgebracht.

Vorteile von Strohmulch

Stroh als Mulchschicht hat eine Vielzahl an Funktionen. Es dunkelt die Oberfläche unseres Bodens ab. Somit hilft es dabei, den Boden vor Austrocknung zu schützen und das Unkraut zu vermindern. Der Feuchtigkeitshaushalt am Boden wird auf natürliche Weise reguliert. Zusätzlich werden Auswaschungen und Erosion verhindert und die Wahrscheinlichkeit für eine Fäulnis (z.B. Graufäule) sinkt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Mulchschicht intakt ist. Ein dicker Pluspunkt ist sicherlich auch, dass sich die Schnecken in diesem unwegsamen Gelände nicht so gern bewegen. Und für die Ernte angenehm ist, dass tief hängende Früchte über dem Stroh hängen und somit nicht dreckig werden.

Nicht unwesentlich ist außerdem die automatische Einbringung von Nährstoffen in den Boden, wenn das Stroh allmählich verwittert.

Viele dieser Eigenschaften haben natürlich auch andere Mulch-Materialien.

Wie mulche ich richtig?

Wie auch beim Düngen und beim Ernten gibt es für das Mulchen den richtigen Zeitpunkt. Es sollte nicht während der Blüte gemulcht werden. Strohmulch vom Vorjahr kann sogar währen die Erdbeerpflanzen blühen komplett entfernt werden. Sobald die ersten Ansätze von Früchten zu sehen sind, ist der Moment gekommen, die Pflanzen mit Mulch zu versorgen.

Rindenmulch ist zwar nicht das Nonplusultra für Erdbeerpflanzen, aber falls Sie sich hierfür entschieden haben, sollten Sie darauf achten, dass Sie es nicht bei frisch gesetzten oder gesäten Pflanzen verwenden, da die enthaltenen Gerbstoffe das Wachstum hemmen.

Zur Vorbereitung vor dem Mulchen, sollte der Boden einmal vorsichtig mit der Hacke aufgelockert werden. Hierbei ist besonders auf die zarten Wurzeln zu achten, die sehr flach unter der Erde verlaufen können.

Von der Menge her ist es das beste, wenn dünnere Schichten aufgetragen werden und dafür häufiger. Ein Richtwert sind um die 2 bis 3 cm.

Für welches Material entscheide ich mich?

Viele Materialien eignen sich zwar zum Mulchen, bringen aber auch Gegenargumente mit sich. Heu oder Gras z.B. bringen leicht Fremdsamen in die Erdbeerkultur ein. Gras bleibt außerdem lange feucht und steigert das Risiko von Schimmelpilzen. Mulchfolie hält zwar die Pflanzen von grobem Schmutz entfernt und verhindert zu hundert Prozent eine Verunkrautung, bringt aber dafür keine Nährstoffe in den Boden ein.

Welches Material für Sie am besten ist, oder vielleicht auch am besten zu besorgen, sollten Sie vor dem Kultivieren von Erdbeerpflanzen herausfinden.

Um die mehrjährigen Stauden zu überwintern, ist es in jedem Fall unerlässlich.

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