Fassadenbegrünung
Blattform erinnert an Entenfüße
kriechend oder kletternd wachsend
immergrün - das ganze Jahr dekorativ
einzige winterblühende Kletterpflanze
kann problemlos im Kübel gehalten werden
Winterblüher
kriechend, kletternd wachsend
spitz-zulaufende, dunkelgrüne Blätter, hellgrün geädert
super standort-tolerant
immergrün
pflegeleicht
Nahrungsquelle für Bienen und Insekten, Vogelnährgehölz
selbstklimmend - kein Rankgerüst nötig
leuchtend rote Herbstfärbung
sehr dekorative Begrünung
besondere 5-Fach gelappte Blätter
sehr bienenfreundlich
absolut anspruchslos und pflegeleicht
heimische Wildform
verströmt einen angenehmen Duft
trägt interessant aussehende Blüten
starkwüchsige Schlingpflanze
zahlreiche Blütenrispen
schnellwachsend
kriechend, kletternd wachsend
anspruchslos
mag sonnige und schattige Standorte
rotdurchgefärbte Früchte
sehr süßer Geschmack
sehr frühe Reifezeit
grünes Blatt mit weißen Rändern
auch als Bodendecker sehr wirksam
geeignet als Bodendecker und Kletterpflanze
eiweiß- & mineralstoffreiche Blätter
vielfältige Einsätze in der Küche
Hochbeet/Balkon geeignet
Früchte erinnern an winzige Wassermelonen
ideal zum Naschen
duftet nach Schokolade
wertvolle Nektarquelle
sehr wüchsige Sorte
winterhart
immergrün
trägt dekortive Beeren
samtige, dunkelrote Blüten
lange Blütezeit bis zum Herbst
trägt im Herbst fedrige Fruchtstände
leuchtend gelbe Herbstfärbung
trägt dekorative Beeren
schnellwachsend
Insektennährgehölz
süßlicher Duft
frosthart und pflegeleicht
Fassadenbegrünung: Pflanzen für grüne Wände
Eine begrünte Fassade an einem Haus, einer Garage oder einem Bürogebäude in der Stadt hat viele, viele Vorteile:
Erstens sieht eine belebte und grüne oder bunt blühende Wand fast immer schöner aus als die Wand selbst. Nur bei historischen oder besonders hübschen Häusern wird man den Anblick der Wand vermissen. Blüten und Blätter sind ein schöner Blickpunkt, wenn die Augen vom Schreibtisch aus in die Weite schweifen. Der Wind bewegt das Laub, und das Gesamtbild wird lebendig.
Die Begrünung sorgt bei einem Gebäude für einen gewissen Temperaturausgleich: Kletterpflanzen vor einer Südwand kühlen diese ab, Efeu an der Nordwand bietet dem Gestein etwas Windschutz. In größeren Städten bekommen Systeme mit grünen Fassaden einen besonderen Wert: Wer hier nachhaltig bauen oder renovieren will und es auch in Zukunft im Sommer in der Stadt aushalten möchte, tut gut an der Planung mit Pflanzen: Vertikales Grün ist innovativ, platzsparend und ästhetisch. Mit kühlem Sauerstoff und hoher Luftqualität schläft es sich besser, und auch die Pausenstulle oder das Feierabendbier machen neben einer leise raschelnden begrünten Wand mehr Spaß.
Eine Bepflanzung mit Kletterpflanzen bietet einen Lebensraum in urbanen Räumen: Vögel, Spinnen und bestäubende Insekten halten sich auch dann gerne im Grünen auf, wenn dieses vertikal angelegt ist. Ja, Spinnen krabbeln dann manchmal auch in die Wohnung. Für die meisten Menschen ist das nicht so schlimm. Die Spinnen fangen dort auch Fliegen und Mücken. Besonders ökologisch hochwertig sind blühende oder Beeren tragende Fassadenbegrünungen, sie locken auch Schwebfliegen, Nachtfalter und winterliche Singvögel an.
Auch für dich und deine Liebsten könnte an der Hauswand eine Ernte wachsen: Kiwibeere, Brombeere und Wein bringen süße Früchte. Auch auf dem Balkon lässt sich ein urbanes Schlaraffenland pflanzen! Mit Feuerbohnen oder der mexikanischen Minigurke kannst du sogar dein einjähriges Gemüse an der Wand ziehen!
Begrünung von Fassaden planen
Die Himmelsrichtung: Ist deine Wand eine Südwand? Hier eignen sich laubabwerfende Gehölze: Sie schützen im Sommer vor zu viel Sonne, im Winter lassen sie aber Licht durch, und die Hauswand wärmt sich etwas auf. Eine typische laubabwerfende Kletterpflanze ist zum Beispiel der Wilde Wein, der sich im Herbst mit einem Feuerwerk bunter Blätter verabschiedet. An der sonnenabgewandten Seite des Hauses ist eine immergrüne Pflanze ästhetisch ansprechend: Immergrüne vertikale Gärten bringen Licht und Grün ins Dunkel und vermindern in geringem Maß, wie eine Dämmung, sogar den Energieverbrauch.
Die Höhe: Kletterpflanzen haben sehr verschiedene Wuchshöhen und Reichweiten: Während ein Celastrus (der gruselige Baumwürger mit hübschen, aber giftigen orangefarbenen Beeren) und die schönblättrige Pfeifenwinde locker acht bis zehn Meter hochwachsen, bleiben Kletterrosen und das duftende Geißblatt mit durchschnittlich drei Metern in moderater Reichweite und lassen die Dachrinne in Ruhe.
Die Eigentumsverhältnisse entscheiden wie sonst nichts über die Arten der Fassadenbegrünung: Wo ein gut laufendes Unternehmen Geld, Fördermittel und eine innovative Lösung in die Hand nimmt, kann die perfekte Lösung mit Fassadenbegrünungssystemen und wenig Pflegeaufwand geplant werden. Wer sein Einfamilienhaus umweltfreundlich gestalten will, kann sich mit einer stabilen Rankhilfe und einer schier unbegrenzten Auswahl der Pflanzen ausleben, und wer sich über die Verbesserung des Mikroklimas und Sichtschutz auf dem gemieteten Balkon freut, braucht gute Pflanzgefäße und Bambusstäbe.
Kosten: Auch der Geldbeutel entscheidet über das Ausmaß und die Technik der Begrünung: Die in Frage kommenden Pflanzen sind verschieden teuer. Stabile Rankhilfen aus Edelstahl kosten mehr als feuerverzinkte Pfosten und Drähte oder ein selbstgebautes Holzspalier. Wandgebundene Fassadenbegrünung, bei der effizient und ohne Bodenkontakt Pflanzen in Kunststoff Modulen und Kästen an der Wand befestigt werden, muss von Spezialfirmen geplant und gebaut werden, damit Tropfbewässerung und Nährstoffversorgung funktionieren. In dieser Shoprubrik geht es nur um Wandbegrünung mit Kletterpflanzen, die aus der Erde im Topf oder auf dem Boden vor der Hauswand wachsen.
Laubabwerfende Fassadenbegrünung
Die angegebenen Wuchshöhen werden nur bei gutem Boden und ausreichender Feuchtigkeit erreicht. Alle Pflanzen kannst du durch Schnitt niedriger halten. Dazu brauchst du eine Leiter und jemanden, der drauf klettert.
10 Meter: Wilder Wein: Er wächst überall, wo du ihn lässt und sieht immer gut aus. Wilder Wein wird knapp zehn Meter hoch, wirkt aber nie wuchtig. Wo er dich stört, da kannst du ihn zurückschneiden. Er trägt kleine gelbe Blüten, blaue, für Vögel essbare Trauben und eine spektakuläre Herbstfärbung.
2,5 - 7,5 m: Clematis: Die hübsch blühende und eher zart auftretende Clematis gibt es mit blauen, lila, rosa und weißen Blüten, gefüllt oder ungefüllt. Clematis wachsen je nach Sorte sehr unterschiedlich hoch: Von der großen, dunkelroten 'Niobe' mit nur 2,50 Höhe bis zur weißen, 7,50 m hoch hinaus treibenden Clematis wilsonii.
10 m: Knöterich: Der Schlingknöterich wächst üppig und schnell. Im Sommer sorgen seine weißen Blütenrispen monatelang für Licht und Leichtigkeit. Wo er kann, wächst er bis zu zehn Meter hoch, ansonsten wird er dicker.
8,5 m: Die Riesenblättrige Pfeifenwinde: Aristolochia trägt sehr schöne, große und weiche Blätter. Sie ist recht hitzeresistent und sorgt schnell für Kühlung, wächst aber genauso auch an absonnigen Orten.
10 m Celastrus orbiculatus: Der Baumwürger hat ein üppiges Blattwachstum und bedeckt mit einer Wuchsbreite von etwa sechs Metern komplette Fassaden bis zum Dach. Seine goldene Herbstfärbung und die hübschen, aber giftigen orangefarbenen Früchte haben auch im Herbst und Winter einen hohen Zierwert.
8 m: Beliebt und klassisch auch an Häusern in Städten ist der Blauregen: lange blaulila oder weiße Blütendolden hängen von knorrigen Trieben zwischen gefiederten Blättern und bieten Anmut und Eleganz. Blauregen verträgt Stadtklima und Hitze, mag aber einen windgeschützten Platz.
2,50 m: Kletterrosen wie die superhübsche rosa 'Jasmina' sind nicht so wuchsstark wie Ramblerrosen und dienen auch vom 45-Liter-Kübel aus oder nur um den Eingangsbereich geführt als romantischer Wandschmuck. Solche Topsorten sind hitzetolerant, pilzresistent und mehrmals blühend und machen fast jedes Umfeld lebenswerter durch ihre pure Schönheit.
6-9 m: Ramblerrosen: Prachtexemplare wie 'Pauls Himalayan Musk Rambler' wissen nicht wohin mit ihrer Wuchskraft, eine Rose reicht für große Flächen wie ein ganzes hohes Haus. Dazu sollten natürlich stabile Kletterhilfen vorhanden sein, oder die Oberfläche beispielsweise eines Holzschuppens bietet genug schräge und raue Flächen, an denen sich der Selbstklimmer hochschieben kann. Ramblerrosen bieten Nektar, Nistplatz und Winterfutter. Du brauchst aber eine Möglichkeit, die stacheligen Triebe sicher anzubinden, ohne Dich zu sehr zu pieksen.
4 m: Winterjasmin: Einzigartig durch seine goldgelbe Blüte von Dezember bis März. Er wird etwa einen Meter breit und kann auch im 40-Liter Kübel wachsen. Winterjasmin kannst du zum Klettern hochbinden oder von einer Mauer hinunterhängen lassen.
4,5 m: Jelängerjelieber und andere Geißblatt-Sorten haben duftende Kelchblüten je nach Art in cremeweiß, gelb oder purpurrot. Echtes Geißblatt ist heimisch und wächst wild in Wäldern. Dort verursacht es durch Einschnürung an Bäumen den gedrehten Wuchs der Wanderstäbe von Zimmerleuten, die auf der Walz sind. An der Wand wird es etwa 2 m breit.
4 m: Hydrangea, Kletterhortensien: Sie wächst eher gemäßigt und schön und lässt sich leicht auf einen kleineren Wandbereich der Terrasse reduzieren, wo die wohlgeformten Blütenteller sehr dekorativ sind. Wo mehr Platz ist, breitet sie sich bei ausreichender Feuchtigkeit auf etwa 3 m Breite aus. Gib der durstigen Pflanze lieber einen halbschattigen Platz, wo die Verdunstung im Sommer nicht so stark ist.
3 m: Campsis, die Klettertrompete: Diese unglaublich leuchtende und wuchsstarke Pflanze ist dominant und effizient: Sie ist robust, winterhart und hitzeverträglich, bildet tolle Trompetenblüten und hält sich mit etwa 3 m Wuchshöhe vom Dach fern, außer du leitest sie hoch.
3 m (geschnitten) Kiwibeere / Minikiwi: Ein tolles kletterndes Obstgehölz. Kiwibeeren sind kleine, glatte Kiwis, deren dünne Schale mitgegessen wird. Kiwibeeren tragen im Gegensatz zu großen Kiwis schon nach zwei bis drei Standjahren. Du musst zur Befruchtung jedoch mindestens ein männliches und ein weibliches Exemplar setzen. Gib den Kiwibeeren wie den Weintrauben einen konsequenten und häufigen Schnitt, damit sie gut fruchten, und um das starke Wachstum zu regulieren. Setze sie an einen Platz, wo ihr frischer Austrieb im Frühjahr nicht jeden Frost abbekommt.
3 m (geschnitten), sonst bis 8 m: Wein: Vitis vinifera, die edle Weinrebe, begrünt seit Jahrhunderten Pergolas und Gasthausfassaden. Wenn du dich in einen regelmäßigen und ziemlich radikalen Schnitt hineinfuchst, wird deine Terrasse zur mediterranen Taverne. Weintrauben gehören zum gesündesten Obst und sind fast unersetzlich!
2,50-4 m: Säulenäpfel: Wenn ein angeschraubtes Rankgerüst am Haus baulich nicht möglich ist, könntest du eine Reihe Säulenäpfel an Pfählen dicht vor deiner Fassade einsetzen. Ein Abstand von 50 cm zur Wand reicht, wenn der Dachüberstand nicht zu groß ist. Säulenäpfel haben im Gegensatz zu anderen Obstbäumen nur einen Haupttrieb. Die Fruchttriebe gehen direkt davon ab und müssen nicht länger als 40 cm sein. Kürze sie jährlich auf 20 cm ein! Ein Pflanzabstand von 80 cm in der Reihe bringt ein dichtes Apfelnetz vor die Wand. Auch andere Obstsorten werden als Säule angeboten: Hier ist es wichtig, die genaue Wuchsbreite der Sträucher und Bäume zu kennen, da man sie schlecht nachträglich weiter weg von der Wand setzen kann.
Immergrüne Fassaden:
Für eine kleine zusätzliche Wärmedämmung der Aussenwand im Winter und ganzjährige Sauerstoffproduktion bieten dir immergrüne Pflanzen die optimale Lösung: Sie mildern 12 Monate im Jahr die Luftverschmutzung und schaffen eine dauerhaft grüne Oase.
4,5 m: Der Klassiker bei den Immergrünen ist Efeu: Er bewirkt durch seine recht kleinen Blätter eine deutliche Verbesserung der Luftqualität. Mit einen hohen Nektarwert trägt er als Insektennährpflanze aktiv zum Umweltschutz bei. Amseln, Stare und Drosseln nutzen seine für Menschen giftigen Beeren als Winterfutter. Efeu ist anspruchslos und funktionell, auch an ungünstigeren Standorten. Da Efeu auch im Halbschatten gedeiht, ist besonders eine Sorte mit weißgrünen Blättern ein schöner Blickfang und straht mehr Helligkeit ab als die blaugrünen Varianten.
3,50 m: Immergrünes Geißblatt gibt es mit rosa und mit gelben Blüten. Die Sorte Copper Beauty trägt strahlende, dunkelgelbe Blüten und kann auch im 40-Liter-Container schnell und üppig als Sichtschutz am Balkon wachsen.
8 m: Die Fingerblättrige Klettergurke Akebia quinata ist eine exotische Kletterpflanze, die zwar nicht so aussieht, aber frosthart ist bis -20°C. Sie bevorzugt dennoch einen warmen Standort, und junge Pflanzen brauchen Winterschutz. Die Akebie heißt auch Schokoladenwein. Ihre weiblichen Blüten sind violettbraun, die männlichen rosa mit Vanilleduft. Die Blüten derselben Pflanze können sich nur schlecht befruchten, deshalb solltest du zwei Akebien setzen, um Früchte zu erhalten. Diese sind weiß oder rosa mit süßem Fruchtfleisch, das sich zum Rohverzehr eignet. Die Schale wird als Gemüse gebraten.
2 m: Die Brombeere: 'Dirksen Thornless' ist eine immergrüne und dornenlose Brombeere, die du leicht an der Wand hochführen kannst. So hast du im Frühling weiße Blüten, ganzjährig Grün im Außenbereich und eine reiche Ernte an glänzenden, schwarzen und süßsäuerlichen Früchten. Dornenlose Brombeeren sind wesentlich zurückhaltender im Wuchs als dornige, und die Triebe sind jederzeit schmerzfrei von der Wand zu entfernen. Sie wachsen auch im großen Kübel oder Hochbeet mit mindestens 50 Litern Erde. Für einen guten Ertrag braucht es immer ausreichend viele junge Triebe.
3 m: Die immergrüne Kriechspindel ist eigentlich ein Bodendecker. Wo sie klettern kann und darf, haftet sie an rauen, schrägen oder senkrechten Flächen mit kleinen Haftwurzeln. Die Pflanze kommt auch mit Wurzeldruck zurecht und kann an einer Wand im Halbschatten eines größeren Baumes wachsen. Auch im 30-Liter-Topf kannst du sie anbauen.
Fassadenbegrünung Rankhilfen
Wenn du dich gegen ein professionell durchgestyltes Fassadenbegrünungssystem entschieden hast und mit Rankpflanzen aus dem Boden in Eigenregie arbeiten willst, so brauchst du zuerst ein Spalier:
Setze niemals zuerst die Kletterpflanze. Sie wächst schneller, als du gucken kannst! Außerdem stehst du bei der Montage der Rankgitter genau im Beet.
Kletterpflanzen können an folgenden Systemen wachsen:
Ein Holz-Spalier sieht man manchmal an traditionellen Häusern: Dünne Latten aus gutem Holz mit Langlebigkeit und Wetterfestigkeit werden entweder rautenförmig wie ein Jägerzaun oder, dem Wuchs vieler Gehölze entsprechend, fächerförmig an der Wand befestigt. Nutze nur hochwertige Materialien: Es ist zu schwierig, ein vermodertes Holzspalier zu ersetzen, an dem ein Weinstock oder eine Ramblerrose hängt. Vorteile des Holzspaliers sind der eher niedrige Preis, die einfache Montage und die individuelle Anpassbarkeit an Breite und Höhe an den Bestandsgebäuden. Als wetterfestes Holz eignet sich Douglasie, Lärche und Eiche oder Zeder. Nachteilig kann sein, dass du an vielen Stellen in die Wand schrauben musst.
Metall, also verzinkter Stahl oder Edelstahl in Gitterform mit Schraublöchern hat den Vorteil, dass es sehr stabil ist und dabei sehr dünn. Nachteilig kann sein, dass du ein vorgegeben großes Gitter kaufen musst und dass es teuer sein kann, wenn es hochwertig verarbeitet ist. Und auch hier musst du an einigen Punkten so in die Wand bohren, dass das Gewicht von langen Schrauben gut gehalten wird.
Ösen und Stahlseile oder Draht sind sehr stabil und leicht: die Ösen, zum Beispiel Schrauben mit einem Ösenkopf, werden in die Wand gedreht und mit Drähten oder Stahlseil verbunden. Der Nachteil ist, dass diese nur gerade und stabil sind, wenn du sie sehr sorgfältig und auf Zug befestigst. Sonst hängen sie und die Rankpflanzen durch, und das destabilisiert bei Wind beide. Alles, was an Metall nass wird, sollte aus Edelstahl oder verzinkt sein. Aluminium ist meistens zu weich und weniger stabil.
Wo du wegen Pflanzsystemen nicht in die Wand schrauben willst oder keine Löcher bohren darfst, weil du das Haus oder die Wohnung mietest, kannst du mit einem freistehenden Spalier arbeiten: Pfähle aus Holz oder Metall treibst du (nach vorherigem Erdlochbohren) so tief in die Erde, dass nur noch zwei Drittel oben rausgucken. Dort kannst du Querdrähte anbringen, bei Holzpfählen mit Krampen und bei Metallpfählen an den vorgesehenen Haken. Wichtig: Sorge bei den äußersten Pfosten rechts und links für eine schräge Abspannung zur Erde (wie bei einem Zelt) und befestige den Draht hier mit Erdankern, sonst geben die Pfosten mit der Zeit dem Zug nach. Setze die Querdrähte auf die Höhe, die deiner gewünschten Pflanzenart entspricht: bei Weintrauben kann der unterste Draht von drei auf 80 cm Höhe laufen, Kiwibeeren wachsen gerne etwas höher. Und natürlich müssen die Fenster frei bleiben, sonst habt ihr wenig Freude an der Fassadenbegrünung!
Noch kurz zu den Fassadenbegrünungs Kosten:
- Sie setzen sich zusammen aus dem Material für das Spalier und dem für den Bau benötigten Werkzeug und der Arbeitszeit.
- Aus dem Preis der benötigten Pflanzen. Bitte achte wie bei jeder Anpflanzung auf die Pflanzabstände und rechne genau aus, was wo hin passt. Auch Fassadenbegrünungspflanzen brauchen Wasser, Nährstoffe und Platz.
- Aus der Pflege: Wer schneidet die Rankpflanzen, wenn sie doch mal in die Dachrinne wachsen? Muss dafür jemand bezahlt werden? Braucht das Spalierobst mindestens einen jährlichen Schnitt, um zu tragen? Kann ich alleine auf einer Leiter arbeiten? Brauche ich eine andere, teure Leiter?
- Wasser: Auch für eine Fassadenbegrünung, wie für alle Gartenpflanzen, ist eine automatisch laufende Tropfbewässerung eine sehr gute und wassersparende Lösung, die auch läuft, wenn du im Urlaub bist. Beachte, dass es an der Hauswand trockener ist als im Rest vom Garten, und sorge zumindest im ersten Jahr für durchgehende Feuchtigkeit. Als fast kostenlose Lösung für ein Wasserdepot eignen sich unglasierte eingegrabene Terracottatöpfe mit kleinem oder keinem Wasserabzugsloch.
Die schnelle Art der Begrünung: Einjährige Kletterpflanzen und Stauden für die Wand. Auch in kleinen Töpfen oder Balkonkästen!
Selbst, wenn du nur ein oder zwei Jahre an einem Ort wohnst, gibt es eine Pflanzenauswahl für rankende Biodiversität an der Wand deiner Terrasse oder vor Deiner Küchentür: Die Ästhetik kleiner, hübsch bepflanzter Ecken im Alltag für gute Laune und Gemütlichkeit kann man garnicht zu hoch einschätzen:
2,50 m: Einige Prunk- oder Trichterwinden, die aus einem Balkonkasten oder Topf an Schnüren die Wand hochwachsen, öffnen jeden Tag neue, samtige Trichterblüten. Du kannst sie aus Samen ziehen, stell sie aber erst Mitte Mai ins ungeschützte Freie. Ipomea tricolor- Samen sind halluzinogene Drogen, halte sie von Kindern und anderen übermütigen Menschen fern!
2 m: Phaseolus: Die Bohne, als lila oder weiß blühende Stangenbohne mit gelben, grünen oder lilafarbenen Schoten ist eine Gemüsepflanze, die du Anfang Mai bis Ende Juni aussäen und an Stangen oder Schnüren hochwachsen lassen kannst. Gegessen werden die unreifen, zarten Schoten. Witzig ist, dass "Blauhilde" sich beim Kontakt mit kochendem Wasser oder dem Öl in der Pfanne von Lila nach Grün färbt. Prunkbohnen werden genauso angebaut, haben aber rote Blüten und sind noch etwas robuster und halten mehr Wind aus als übliche Stangenbohnen. Die Kerne der Prunkbohne oder Feuerbohne sind lila mit schwarzen Sprenkeln. Alle Bohnenkerne kannst du auch ausreifen lassen und dann einweichen und kochen. 5 Kerne brauchen einen Meter Boden oder 25 Liter Topf. Für Einzelbohnen reicht ein Fünflitertopf.
1,80 m: Die Schwarzäugige Susanne blüht reichlich in Gelb, Rot oder Orange und hat außerordentlich hübsche, einfache Blüten. Die rechtzeitige Aussaat in Töpfen im Frühjahr in der warmen Wohnung sorgt für große Jungpflanzen und üppige Blütenranken ab dem Frühsommer bis in den Oktober hinein.
2,5 m: Der Mondsame ist eine Staude. Sie wächst jedes Jahr neu aus ihrer Wurzel, die du im Beet oder im Topf überwintern lassen kannst. Die Pflanze, die einen etwa 30 Liter großen Topf oder einen Meter im Beet vor der Wand braucht, treibt jedes Jahr frisch aus und bildet schnell eine dichte Blätterwand. So könntest du sie auch an einem großmaschigen Zaun direkt vor der Wand anbauen, den du im Winter komplett abnimmst. Der Mondsame ist eine Heilpflanze der amerikanischen Indigenen, aber wegen seiner Giftigkeit nicht für den Hausgebrauch geeignet. Der Name bezieht sich auf die kleinen, schwarzblauen und halbmondförmigen Früchte.
Bau dir ein Dornröschenschloss, einen Kiwitempel oder einen Klettergurkendschungel! Träum dich durch die Vielfalt unserer Kletterpflanzen und setze bunte Felder und Streifen mit goldener Herbstfärbung an deine Wand. Oder lass dir die Trauben in den Mund wachsen. Wie es dir beliebt!
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