So pflanzt du deine neuen Pflanzen richtig ein
In diesem Pflanzratgeber erfährst Du Schritt für Schritt, wie Du Deine neuen GARTEN SCHLÜTER® Pflanzen optimal einsetzt, typische Fehler vermeidest und die beste Grundlage für gesundes Wachstum schaffst.
Inhaltsverzeichnis
Benötigte Utensilien - gut vorbereitet pflanzen
Mit den richtigen Utensilien geht das Pflanzen deutlich leichter und schneller. Eine Schaufel oder ein Spaten wird zum Ausheben des Pflanzlochs benötigt, bei größeren Pflanzen ist ein Spaten empfehlenswert. Ein Eimer oder eine Wanne zum Wässern des Ballens sollte ebenfalls bereitstehen. Hochwertige Pflanzerde kann je nach Bodenbeschaffenheit das Anwachsen verbessern. Zusätzlich ist eine Gießkanne oder ein Gartenschlauch wichtig, um die Pflanze nach dem Einsetzen gründlich anzugießen. Handschuhe schützen die Hände und sorgen für mehr Komfort bei der Gartenarbeit.
Gehölze & Stauden - Schritt für Schritt
1. Wässern - Ballen gründlich vorbereiten
Vor dem Pflanzen sollte der Wurzelballen ausreichend Wasser aufnehmen. Stelle die Pflanze dafür mit Topf in einen Eimer oder eine Wanne mit Wasser und lasse sie so lange stehen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. So wird der Ballen vollständig durchfeuchtet. Das ist besonders wichtig bei trockener Erde, denn nur ein gut gewässerter Ballen kann nach dem Einpflanzen schnell neue Wurzeln bilden.
2. Pflanzloch graben - ausreichend Platz schaffen
Grabe ein Loch, das etwa doppelt so breit und tief ist wie der Pflanztopf. Dadurch wird der Boden aufgelockert und die Wurzeln können leichter in die umliegende Erde wachsen. Bei schweren oder sehr festen Böden lohnt es sich, die Seiten und den Boden des Lochs zusätzlich aufzulockern oder etwas Pflanzerde einzuarbeiten.
3. Einsetzen - richtig vorbereiten und positionieren
Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Topf. Ist der Ballen stark durchwurzelt, lockere die äußeren Wurzeln mit den Fingern leicht auf. Setze die Pflanze so in das Loch, dass die Oberkante des Ballens bündig mit der Erdoberfläche abschließt. Zu tiefes Pflanzen kann das Wachstum hemmen, zu hohes Einsetzen lässt die Wurzeln austrocknen.
Besonderheiten beachten: Bei Obstgehölzen muss die Veredelungsstelle unbedingt oberhalb der Erdoberfläche liegen. Bei Rosen hingegen sollte die Veredelungsstelle etwa 3 – 5 cm unter der Erde liegen, um sie vor Frost zu schützen und ein kräftiges Wachstum zu fördern.
4. Auffüllen - stabil & luftfrei
Fülle das Pflanzloch mit der ausgehobenen Erde oder hochwertiger Pflanzerde wieder auf. Drücke die Erde rund um den Ballen vorsichtig an, damit keine Hohlräume entstehen. Die Pflanze sollte fest stehen, ohne dass der Boden zu stark verdichtet wird – so haben die Wurzeln weiterhin genug Sauerstoff.
5. Angießen - für den optimalen Start
Gieße die frisch gepflanzte Pflanze anschließend gründlich an, auch wenn der Ballen vorher gewässert wurde. Das Wasser sorgt für einen guten Bodenschluss und hilft den Wurzeln, Kontakt zur umgebenden Erde aufzunehmen. In den ersten Wochen nach dem Pflanzen ist regelmäßiges Gießen besonders wichtig, damit die Pflanze gut anwächst.
6. Düngen - bitte etwas Geduld
Mit dem Düngen sollte frühestens sechs bis acht Wochen nach der Pflanzung begonnen werden. In dieser Zeit können die Pflanzen in Ruhe anwachsen und sich vom Transport erholen. Eine zu frühe Düngung würde sie unnötig belasten und kann das Einwurzeln sogar behindern.
→ Dünger
Blumenzwiebeln pflanzen
Pflanzzeit - den richtigen Zeitpunkt finden
Die meisten Frühjahrsblüher wie Tulpen, Narzissen oder Krokusse werden im Herbst gepflanzt, idealerweise bevor der Boden dauerhaft gefriert. So haben die Zwiebeln genügend Zeit, Wurzeln zu bilden. Sommerblühende Zwiebeln werden dagegen im Frühjahr gesetzt, sobald kein Frost mehr zu erwarten ist.
Standort - sonnig bis halbschattig
Blumenzwiebeln bevorzugen in der Regel einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Je mehr Sonne sie bekommen, desto kräftiger fällt meist die Blüte aus. Wichtig ist ein durchlässiger Boden, denn Staunässe kann dazu führen, dass die Zwiebeln faulen.
Pflanztiefe - einfache Faustregel
Setze die Zwiebeln etwa doppelt bis dreimal so tief in die Erde, wie sie hoch sind. Als Orientierung gilt: kleine Zwiebeln ca. 5 – 8 cm, größere Zwiebeln wie Tulpen oder Narzissen etwa 10 – 15 cm tief. Die Zwiebel wird mit der Spitze nach oben eingesetzt, die Wurzelseite zeigt nach unten.
Pflanzabstand - genug Platz einplanen
Achte auf einen ausreichenden Pflanzabstand, damit sich die Zwiebeln gut entwickeln können. Je nach Größe sollten etwa 5 – 10 cm Abstand eingehalten werden. In Gruppen gepflanzt wirken Blumenzwiebeln besonders natürlich und sorgen für ein harmonisches Blütenbild.
Einsetzen und Auffüllen - locker und luftig
Setze die Zwiebeln vorsichtig in das Pflanzloch und fülle dieses anschließend mit lockerer Erde auf. Die Erde leicht andrücken, damit die Zwiebeln stabil liegen, ohne sie zu stark zu verdichten.
Angießen - wichtig für die Wurzelbildung
Nach dem Pflanzen werden die Blumenzwiebeln gründlich angegossen. Das sorgt für einen guten Bodenschluss und unterstützt die Bildung erster Wurzeln. Danach ist meist nur bei längerer Trockenheit zusätzliches Gießen nötig.
Düngung - weniger ist mehr
Eine Düngung ist beim Pflanzen in der Regel nicht notwendig. Erst im Frühjahr, wenn die ersten Triebe erscheinen, kann bei Bedarf ein wenig Blumenzwiebel- oder organischer Dünger ausgebracht werden.
Winterschutz - meist nicht erforderlich
Die meisten Blumenzwiebeln sind winterhart und benötigen keinen zusätzlichen Schutz. In sehr rauen Lagen oder bei Pflanzung im Kübel kann eine Abdeckung aus Laub oder Reisig sinnvoll sein, um die Zwiebeln vor starkem Frost zu schützen. Dahlien bilden hier eine Ausnahme: Sie sind nicht frosthart und müssen vor dem ersten Frost ausgegraben werden. Schneide das Laub zurück, lasse die Knollen kurz antrocknen und überwintere sie anschließend frostfrei, kühl und dunkel – idealerweise in einer Kiste mit Sand, Torf oder Sägespänen. So bleiben die Knollen gesund und können im Frühjahr wieder ausgepflanzt werden.
Wurzelnackte Rosen & Sträucher
Wasserbad - optimale Vorbereitung der Wurzeln
Vor dem Pflanzen sollten wurzelnackte Pflanzen mehrere Stunden in ein Wasserbad gestellt werden. Dabei muss der gesamte Wurzelbereich vollständig mit Wasser bedeckt sein. So können sich die Wurzeln mit Feuchtigkeit vollsaugen und die Pflanze startet deutlich besser am neuen Standort.
Pflanztiefe - entscheidend für gesundes Wachstum
Setze die wurzelnackte Pflanze vorsichtig in das Pflanzloch. Bei Rosen sollte die Veredelungsstelle etwa 3 – 5 cm unter der Erdoberfläche liegen, um sie vor Frost zu schützen. Wurzelnackte Sträucher ohne Veredelungsstelle werden so gepflanzt, dass der Wurzelansatz (der Übergang von Wurzel zu Trieb) auf Höhe der Erdoberfläche liegt. In allen Fällen gilt: Die Wurzeln sollten locker und gleichmäßig im Pflanzloch verteilt liegen, ohne geknickt oder eingeengt zu werden, damit sie sich gut entwickeln können.
Einschlämmen - guter Bodenkontakt für die Wurzeln
Je nach Bodenart wird das Pflanzloch ein- bis dreimal vollständig mit Wasser gefüllt und jeweils absickern gelassen. Die Erde sollte dabei gut durchfeuchtet werden. Beim anschließenden Auffüllen empfiehlt es sich, die wurzelnackte Pflanze leicht zu bewegen, damit sich die Erde gleichmäßig verteilt, alle Hohlräume geschlossen werden und die Wurzeln optimal benetzt sind.
Erde andrücken und anhäufeln - Schutz beim Anwachsen
Drücke die Erde rund um die frisch gepflanzte Pflanze vorsichtig fest, sodass sie stabil steht. Bei den Rosen wird anschließend wird ein etwa 15 cm hoher Erdhügel angehäufelt. Dieses sogenannte Anhäufeln schützt die Triebe vor dem Austrocknen und vor Frösten – besonders wichtig in den ersten Wochen nach dem Pflanzen
Düngung - ein paar Wochen Geduld
Mit der Düngung sollte frühestens sechs Wochen nach der Pflanzung oder nach der ersten Blüte begonnen werden. Eine frühere Düngergabe kann die empfindlichen Wurzeln schädigen oder sogar verbrennen.
Kübelpflanzung - ausreichend Platz einplanen
Für die Pflanzung im Kübel sollte ein Topf mit einer Höhe von etwa 40 bis 50 cm gewählt werden. Ein Abzugsloch ist unbedingt notwendig, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann und keine Staunässe entsteht.
Winterschutz - Sicherheit für junge Pflanzen
Ein Winterschutz ist im ersten Jahr immer empfehlenswert. Dazu eignen sich zum Beispiel Tannenzweige, mit denen die Pflanze locker abgedeckt wird. Kübelpflanzen benötigen grundsätzlich jeden Winter Schutz, da sie im Kübel frostanfälliger sind als im Beet: Den Topf am besten in einen Jutesack einwickeln und auf eine Styroporplatte stellen, um ihn vor Bodenfrost zu schützen.