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Stauden pflanzen im Garten und im Kübel

Die Stauden bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Arten, so lässt sich für fast jeden Standort das passende Gewächs finden. Einige der mehrjährigen andauernden Pflanzen wachsen besonders gut im Schatten oder Halbschatten, während andere die pralle Sonne bevorzugen. Mit Stauden lassen sich hervorragende Gartendesigns und verschiedene gestalterische Themen umsetzen – vom Steingarten bis zum Prärie- oder Steppenbeet. Auch in Töpfen und Kübeln kommen viele der Stauden ansprechend zur Geltung und eignen sich für das Begrünen eines Balkons oder der Terrasse. Mit den richtigen Utensilien und einem gewissenhaften Vorgehen steht dem prächtigen Blütenmeer nichts mehr im Wege.

Vor dem Einpflanzen von Stauden

Das Anlegen eines Staudenbeetes wird durch eine gute Planung wesentlich erleichtert. Durch die richtige und durchdachte Pflanzenwahl lässt sich Arbeit vermeiden.

1. Standort

Zuerst sollte der gewünschte Standort bestimmt werden. Hier gilt es die Bodenbeschaffenheit festzustellen und zu entscheiden, ob es sich um einen schattigen, halbschattigen oder sonnigen Platz handelt.

2. Stauden auswählen

Basierend auf den Standortgegebenheiten eignet sich eine Vielzahl von Stauden für das Einpflanzen. Diese sollten mit Bedacht zusammengestellt werden. Harmonische Farbspiele sind ebenso möglich, wie tolle Kontraste und einfarbige Blütenmeere.

3. Pflanzplan erstellen

Bevor mit dem Einpflanzen der Stauden begonnen wird, sollte ein Pflanzplan erstellt werden. Aus diesem geht hervor, wo welche Pflanzenart im Beet zu finden sein wird. Eine Gruppenbepflanzung ist zu bevorzugen.

Um Stauden richtig einzupflanzen werden folgende Utensilien benötigt:

  • Arbeitshandschuhe (sollten möglichst nicht durchfeuchten können)
  • Festes Schuhwerk (um Verletzungen zu vermeiden)
  • Knieschutz (besonders bei großen Beeten um feuchte und schmerzende Knie zu vermeiden)
  • Grabegabel
  • Schaufel
  • Rechen
  • Durchwurfsieb (zur Reinigung des Bodens)
  • Eimer mit Wasser (für das Vorbereiten der Stauden)
  • Gießkanne mit Wasser
  • Kompost (oder andere Mittel um den Boden aufzubereiten)
  • Sonstiges: Schneckenschutz für anfällige Stauden, Stützpfeiler zum Anbinden hoher Pflanzen
  • Bei Bedarf: großer Pflanzkübel

Stauden richtig einpflanzen

Wenn die theoretische Vorarbeit geleistet wurde, kann es an die praktische Durchführung gehen.

1. Pflanzzeit für Stauden

Die beste Jahreszeit um Stauden einzupflanzen ist der Herbst. In diesen Monaten sind die oberirdischen Teile der Pflanzen bereits voll entwickelt und die Wurzeln haben ausreichend Wärme um im Boden anzuwachsen bevor der Frost kommt. Im Herbst sorgt die feuchte Witterung dafür, dass die Stauden nach dem Einsetzen nicht austrocknen. Wer regelmäßig gießt, kann jedoch auch schon im Sommer Stauden in die Erde bringen. Gewächse die empfindlich auf Frost reagieren, werden am besten bereits im Frühling eingepflanzt und haben so genügend Zeit, an ihrem Standort anzuwachsen.

2. Erde für die Stauden vorbereiten

Es sollten Staudenpflanzen gewählt werden, die die jeweilige Bodenbeschaffenheit am geplanten Standort bevorzugen. Generell gedeihen die meisten Stauden auf humosen und lockeren Böden am besten. Aus diesem Grund wird der Boden vor dem Einsetzen mit einer Grabgabel gelockert und von unerwünschtem Beiwerk wie Steinen und Wurzelresten gereinigt. Während des Auflockerns kann sandigem Boden etwas Kompost und Tonmehl untergehoben werden. Ist ein Boden eher lehmig, kann er durch das Einbringen von Laub oder Sand aufgelockert werden. Bei ausgezehrten Böden ist ein Unterheben von Hornspänen ratsam. Sollen Staudenbeete mit Themen wie Prärie oder Steppe, Steingarten oder mediterranem Flair angelegt werden, ist Kalkschotter im Boden eine gute Aufbereitung.

3. Pflanzabstand einhalten

Der Abstand, den die einzelnen Pflanzen untereinander benötigen, hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann bei uns erfragt werden. Ist beides nicht zur Hand, gilt: der Abstand zwischen den Stauden sollte mindestens die halbe Höhe der Pflanze haben. Zunächst wirken so angelegte Staudenbeete mitunter etwas kahl, doch im Laufe der Zeit werden die leeren Stellen überwuchert. Die Pflanzen haben so genug Platz um sich artgerecht auszubreiten und werden nicht von einzelnen dominanten Arten verdrängt. Die nackte Erde kann durch das Einbringen einjähriger Sommerpflanzen ansprechend überdeckt werden.

4. Staudenpflanzen richtig einsetzen

Oftmals kann man die Staudenpflanzen in Containern erstehen. Dieser wird entfernt und die Erde an den Wurzeln leicht gelockert. Es ist sinnvoll, die Staudenpflanze mit ihrem Wurzelballen in einen Eimer mit Wasser zu stellen, damit er sich vollsaugen kann. Anschließend werden die Gewächse an die vorgesehene Stelle gelegt (ggf. Pflanzplan beachten). Wenn alle Pflanzen auf ihrem künftigen Standort liegen, werden sie eingesetzt und die Erde angedrückt. Die Tiefe variiert je nach Art.

5. Pflanzabfolge bei Stauden

Zuerst werden die Leitstauden (also die größten Stauden) in die Erde gebracht. Ihnen folgen die Begleitstauden und zum Schluss finden auch die Bodendecker ihren Weg ins Beet.

6. Angießen

Nach dem Einpflanzen sollte jede Staude einzeln gut angegossen werden. Dieser Vorgang ist wichtig, damit die Pflanzen besser anwurzeln können. Das Gießen muss auch nach dem Einsetzen noch eine Weile fortgeführt werden bis die Staude erfolgreich angewachsen ist.

7. Schneckenschutz und Stütze für Stauden

Je nach Art kann es nötig sein, hohe Pflanzen durch das Einsetzen eines Stützpfeilers zu sichern. Andere Staudenarten können begehrt bei Schnecken sein, hier sollte von Beginn an ein mechanischer Schutz (wie ein Schneckenzaun) angebracht werden.

8. Stauden anpflanzen im Kübel

Pflanzen_Arrangement_im_K-bel

Für Pflanzen, die im Kübel gedeihen sollen, ist die Vorgehensweise wie oben beschrieben. Auch sie sollten einen an ihre Bedürfnisse angepassten Standort und entsprechendes Substrat erhalten. Der Topf sollte so groß wie möglich sein und Abflusslöcher für überflüssiges Wasser besitzen. Die meisten Stauden vertragen Staunässe nicht.

9. Kampf gegen das Unkraut im Staudenbeet

Im Staudenbeet können sich, wie überall im Garten, Unkräuter ausbreiten. Ein hochwertiger Kompost kann zwischen den Pflanzen aufgebracht werden und Abhilfe schaffen. Für mediterrane Kräutergärten eignet sich auch Kalkschotter, der für eine stilvolle Mittelmeeratmosphäre sorgt.

Schlüters Gartentipp:

Im Kampf gegen das Unkraut im Staudenbeet sollte kein Rindenmulch zum Einsatz kommen! Dieser enthält zu viele Gärbstoffe die den Boden sauer machen.

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  • Stauden pflanzen

    Ihre Tipps sind sehr gut, wir machen das (fast) immer so, wie beschrieben. Bei Mulchen mit Rindenmulch gehen die Meinungen aber weit auseinander. Spielt da nicht auch die Pflanze, die gepflanzt wird, eine Rolle? Wir gehen mit Rindenmulch sehr sparsam bis gar nicht um. Nun gut, man hat dadurch mehr Unkraut, aber das wächst nun mal im Garten auch und muss eben akzeptiert werden bzw. ausgebuddelt oder gezogen werden. Danke für Ihre guten Tipps. Haben Sie ein gut wirkendes Mittel gegen Wühlmäuse? Sie sind bei uns eine Plage.

  • Antwort auf Stauden Pflanzen

    Sehr geehrter Herr Wettermann,
    vielen Dank für Ihren Beitrag. Bei Rindenmulch gehen die Meinungen in der Tat auseinander. Hier ist allerdings die Frage welche Art Mulch verwendet wird. Bei günstigem Mulch sind meist Tannen- und Kiefernrinden die größten Bestandteile. Hier kann es bei der Zersetzung zur Versauerung des Bodens kommen, was für Rhododendron, Heidelbeere und andere Moorbeetpflanzen allerdings unproblematisch ist.
    Beim Thema Wühlmäuse streiten sich ebenfalls die Geister. Einer schwört auf die Zwiebeln der Kaiserkrone, der nächste sagt das Menschenhaar im Tunnel hilft und der dritte hohlt die chemische Keule raus. Am Ende hilft nur das Schützen es Wurzelwerks bei Neupflanzungen mit einem großzügigen Drahtkorb.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Team Garten Schlüter