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Geranien überwintern – Dornröschenschlaf für die blühfreudigen Schönheiten

Geranien überwintern – Dornröschenschlaf für die blühfreudigen Schönheiten

Die Geranien zählen zu den beliebtesten Pflanzen und machen sich im Kübel oder in Balkonkästen hervorragend – nicht zuletzt, weil sie auch kürzere Trockenzeiten gut überstehen. Ihre vielen verschiedenen Blütenfarben sorgen für ansprechende Farbtupfer und haben sie zu begehrten Klassikern gemacht. Besonders bekannt sind sie als Fensterkastenpflanzen in Bayern. So wundert es nicht, dass sie hier im Jahr 2011 zur Balkonpflanze des Jahres gekürt wurde. Wenn sie im Sommer ihre schönen Blüten gezeigt haben und der Winter naht, können die mehrjährigen Pflanzen überwintert werden. Da das Gewächs ursprünglich aus dem Süden Afrikas stammt, ist es nicht winterhart bei mitteleuropäischen Temperaturen. Einen leichten, kurzen Frost können viele Geranien ertragen, doch die andauernde Kälte setzt ihnen ein Ende.

Geranien richtig überwintern

In Deutschland wird die Geranie oftmals als einjährige Pflanze gepflegt und landet nach dem Sommer auf dem Kompost. Mit der richtigen Pflege kann sie jedoch durchaus den Winter überstehen und im nächsten Jahr aufs Neue ihre Blütenpracht zeigen. Der Spätherbst ist die Zeit, in der die Geranien für ihre Winterruhe vorbereitet werden. Naht diese Zeit, sollten die Pflanzen nicht mehr allzu großzügig gegossen werden.

Was man für die Winterruhe der Geranien benötigt:

· Eine kleine Handschaufel (um die Pflanzen aus ihren Kübeln zu lösen)

· Handschuhe

· Scharfe Gartenschere zum Stutzen

· Sand und Erde als Substrat

· Töpfe

· Plastiktüten für wurzelnackte Pflanzen

· Einen kühlen (um 10 °C) und lichtarmen Standort. Bekommen die Pflanzen während der Winterruhe zu viel Licht, können sie zu früh austreiben und aufgrund des Wassermangels verkümmern. Geeignet sind je nach Gegebenheiten vor Ort Keller, Treppenhäuser oder frostgeschützte Garagen und Gartenlauben

Überwinterungsmethoden für die Geranie

Für den regenerierenden Winterschlaf der schönen Pflanzen gibt es verschiedene Methoden, denn es ist möglich die Pflanzen samt Erdballen oder als wurzelnackte Gewächse durch den Winter zu bringen. Hier entscheiden vor allem das individuelle Platzangebot und die persönlichen Erfahrungen, welche Technik für die Winterruhe bevorzugt wird.

Zu Beginn ähneln sich die verschiedenen Methoden zur Geranien-Überwinterung:

1. Geranien aus dem Topf entfernen

Zunächst werden die Geranien aus Töpfen und Kübeln entfernt, dafür werden sie mit einer kleinen Schaufel vorsichtig gelöst und die Erde behutsam abgestreift. Die Pflanzen werden aus dem Topf geholt, da sie mit Kübel wesentlich mehr Platz in Anspruch nehmen als ohne. In großen Balkonkästen sind zudem meist auch noch andere Pflanzen zu finden, die nicht oder anders überwintert werden müssen. Beim Herauslösen der Geranien aus dem Topf muss darauf geachtet werden, dass die Wurzeln nicht zu sehr verletzt werden (besonders die zarten Feinwurzeln).

2. Geranien-Grün einkürzen

Das oberirdische Grün der Geranien wird mit einer scharfen Gartenschere auf ca. fünfzehn Zentimeter gekürzt (ungefähr Zweidrittel der Pflanze). Aus diesen verbleibenden Stängeln treibt die Pflanze im darauffolgenden Frühjahr wieder frisch aus. Die Blätter sollten für die Überwinterung ebenfalls größtenteils entfernt werden. Sie können sonst zu einem Krankheitsherd werden und entziehen der Pflanze Feuchtigkeit.

3. Geranien im Topf in die Winterruhe senden

Die gestutzten Geranien werden nun in einen Topf gegeben. Als Substrat eignet sich Blumenerde vermischt mit Sand. Es können auch mehrere Pflanzen in einen Kübel gesetzt werden um Platz am Lagerort einzusparen. Der Kübel mit den zu überwinternden Geranien erhält dann einen geeigneten Standort. Die Pflanzen müssen den gesamten Winter mäßig feucht gehalten werden. Es ist durchaus möglich die Geranien in ihrem Balkonkasten zu lassen und diesen einfach in den Keller zu stellen. Allerdings benötigt die Pflanze dann sehr viel Platz und muss im nächsten Frühjahr dennoch neue Erde erhalten.

4. Wurzelnackte Geranien überwintern

Es gibt auch die Möglichkeit, die Geranien ohne Erde zu überwintern. Dafür werden die Wurzeln vorsichtig, aber gründlich von Erde befreit und der Grünteil der Pflanzen, wie unter Punkt Zwei beschrieben, eingekürzt.

· Anschließend werden die gereinigten Pflanzen in Zeitungspapier eingeschlagen (oben offen) und in eine Kiste gelegt.

· Auch kopfüber aufgehängt auf einer Leine im Keller können die Geranien über den Winter gebracht werden. Wichtig ist, dass die Luft nicht zu trocken ist (beispielsweise direkt über einer Heizung) oder zu feucht, dann kann Fäulnis eintreten. Einige Gärtner empfehlen die Wurzeln locker in eine durchlöcherte Tüte zu stecken – so soll ein frischer Luftzug gegeben und ein Vertrocknen vermieden werden.

Nach der Überwinterung: Geranien fit für den Frühling machen

Wenn die Natur sich bereits mit großen Schritten auf den Frühling vorbereitet, ist der Dornröschenschlaf der Geranien vorüber und sie können wieder zu neuem Leben erweckt werden.

1. Wurzel und Pflanze kontrollieren

Nach dem Winter (im März) müssen die Geranien kontrolliert werden: abgestorbene Wurzeln, welke Blätter und bereits neu ausgebildete Triebe, sowie die alten Schnittstellen werden entfernt. Die in der Winterruhe entstandenen frischen Zweige werden ebenfalls entfernt, da sie später meist verkümmern und keine oder kaum Blüten tragen. Der Schnitt sollte unbedingt durchgeführt werden, da die Geranien an den darauffolgenden frischen Trieben ihre Blüten zahlreich entwickeln. Der Schnitt erfolgt am besten gut einen Fingerbreit über einem der Blattknoten. An diesen Stellen treibt die Geranie besonders kräftig aus.

2. Geranien wieder richtig eintopfen

Die gereinigten und gestutzten Geranien kommen nun in einen Topf mit frischer, hochwertiger Blumenerde. Ab jetzt werden sie auch wieder mehr gegossen.

3. Heller Standort zum Anwurzeln

Noch ist es zu kalt um die Pflanzen wieder draußen an ihren Platz zu bringen. Deswegen werden sie zunächst an einem hellen Standort in der Wohnung aufbewahrt, der nicht allzu kalt (ca. 18 °C) sein sollte (beispielsweise eine Fensterbank). Hier können die Pflanzen sich in Ruhe entwickeln und Wurzeln ausbilden. Meist erscheinen bereits nach einer Woche die ersten saftig grünen Blätter und Triebe.

4. Ende der Winterruhe

Das Ende der Winterruhe der Geranien kommt dann, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist und sie ihren Platz im Garten oder auf dem Balkon einnehmen können. Dies ist meist spätestens Mitte Mai der Fall. Oftmals können die Pflanzen aber bei entsprechenden Temperaturen auch schon vorher ins Freie, notfalls können Kübel oder Kästen bei Kälte auch nochmal geschützt untergestellt werden.

Tags: Pflege

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