Geranien pflanzen – die Klassiker unter den Sommerblumen einsetzen

Die farbenfrohen Geranien werden im Sommer besonders gerne in Balkonkästen, Schalen und Kübel gepflanzt. Die blühfreudigen Gewächse sind beliebte Klassiker und eignen sich aufgrund ihres Sonnenhungers und ihrer Verträglichkeit gegenüber kurzen Trockenzeiten hervorragend für die Kultivierung an lichtexponierten und warmen Standorten. Der umgangssprachliche Name Geranie ist botanisch übrigens nicht korrekt: die aus dem Süden Afrikas stammende Pflanze heißt eigentlich Pelargonie. Geranium ist die Bezeichnung für eine winterharte Storchschnabelstaude. Allerdings zählen beide Arten zur Familie der Storchschnabelgewächse. Die in Deutschland als Geranie bekannte Pflanze bietet Gärtnern eine große Farb- und Formenvielfalt, die sich vielseitig kombinieren lässt. 

Hängende, stehende oder duftende Geranien – Vielfalt für den Sommer

Für die blühfreudige Begrünung kann nicht nur zwischen verschiedensten Blütenfarben gewählt werden, denn es sind auch unterschiedliche Wuchsformen im Handel zu finden. 
  • Um sich vor fremden Blicken zu schützen, werden gerne aufrecht wachsende Geranien gewählt (auch stehende Geranien genannt). Bekannte Vertreter sind unter anderem die "Grandeur Classic Power Blush" mit Blüten in zartem Rosa, sowie die in Weiß blühende "Grandeur Classic Power White" und die rotblühende "Grandeur Classic Power Red"
  • Hängende Geranien verschönern Balkonbrüstungen und zaubern ein ganz besonderes Flair. Zu ihnen zählen unter anderem die in Fliederfarben blühende "Grandeur Ivy Pink" und die in Weiß blühende "Grandeur Ivy White", sowie die wetterfeste hängende Gletscher-Geranie "Grandeur Butterfly Red" in kräftigem Rot
  • Die Duft-Geranien mit einem betörenden Blütenduft, der von Rose über Minze bis hin zu Zitrone reicht. Einige von ihnen sollen durch ihren Zitrusduft sogar Mücken fernhalten können, wie die Duft-Geranie „Lillibet“
  • Besonders pflegeleicht sind unter anderem Nekita- oder Mocca-Geranien, die dunklere Blätter besitzen, welche einen hervorragenden Kontrast zu den kräftigen Blütenfarben setzen. Zudem besitzen sie selbstreinigende Eigenschaften, müssen also nicht ausgeputzt werden. Zu ihnen zählen die Mocca-Geranie Nekita "Salmon" mit lachsrosafarbenen Blüten und die Nekita "Scarlet" im intensiven Rot der klassischen Geranie
Besonders ansprechend wirkt es, wenn hängende und stehende Pflanzen abwechselnd in einem Balkonkasten kombiniert werden.

Oft werden nicht nur die verschiedenen Geranien untereinander kombiniert, sondern auch noch andere Pflanzen hinzugesetzt. Für ansprechende Abwechslung können zum Beispiel Weihrauch, Petunien, Margeriten oder Bacopa sorgen.

Balkonkasten und Kübel – Geranien richtig pflanzen

Im Frühjahr werden überwinterte oder neu erstandene Geranien mit Wurzelballen eingepflanzt. Damit die ansprechenden und recht pflegeleichten Sommerblumen vital wachsen und durch eine große Blütenfülle erfreuen, können bereits bei der Pflanzung einige Tipps beachtet werden.
  1. Wann werden Geranien gepflanzt?

    Die attraktiven Pflanzen vertragen keinen Frost, aus diesem Grund werden sie erst spät im Frühjahr gepflanzt und an ihren Standort in Außenbereich gebracht. Auf Nummer sicher geht man, wenn man die Geranien im Mai (nach den Eisheiligen) einsetzt – danach sollten andauernde frostige Temperaturen vorbei sein. Notfalls können die Pflanzen samt Kübel oder Balkonkasten bei kühlen Temperaturen wieder hereingeholt werden. Wurden die Geranien überwintert, können sie im zeitigen Frühjahr zwischen Februar und April wieder eingepflanzt werden, wegen der Frostgefahr können sie dann allerdings noch nicht ihren Platz im Außenbereich einnehmen.
  2. Der beste Standort für Geranien

    Die schönen Pflanzen bevorzugen einen sonnigen Platz, am besten geschützt vor starkem Wind und Regen. Viele Balkone und Terrassen sind deswegen der optimale Standort für die blühfreudigen Schönheiten. Geranien können auch im Halbschatten gepflegt werden, sie tragen aber umso mehr Blüten, je sonniger ihr Standort ist. Meistens werden die Geranien in Balkonkästen, Schalen oder Kübel gepflanzt, sie lassen sich am geeigneten Standort jedoch auch im Beet pflegen. Allerdings müssen sie auch hier im Herbst herausgenommen werden, da die Pflanzen sonst erfrieren.
  3. Das passende Substrat für Geranien

    Die Erde für Geranien sollte humos und durchlässig sein, denn Staunässe vertragen die Pflanzen nicht. Zudem sollte sie salzarm und strukturstabil sein und locker in der Hand zerfallen, wenn man sie reibt. Sie bietet den Wurzeln der Gewächse Halt und sorgt dafür, dass sie auch bei stärkerem Wind an ihrem Platz bleiben. Die unterste Schicht des Substrates in Kübel und Balkonkästen sollte aus einer Drainageschicht (beispielsweise Kies, Blähton oder Tonscherben) bestehen, die dafür sorgt, dass das Wasser abfließen kann und sich nicht staut.
  4. Geranien auf das Einpflanzen vorbereiten

    • Wurden die Geranien überwintert, müssen sie zunächst zurückgeschnitten werden. Wurden sie im Gartencenter gekauft, ist dies nicht nötig
    • Die gekauften Geranien werden behutsam von ihrem Container befreit und der Wurzelballen leicht mit den Fingern aufgelockert
    • Ist die Erde um die Wurzel sehr trocken, wird die Pflanze vor dem Einsetzen noch eine Weile in einen mit Wasser gefüllten Eimer gestellt um sich vollzusaugen
  5. Geranien pflanzen

    • Kübel oder Balkonkasten wählen: Ablauflöcher für überschüssiges Wasser sollten unbedingt vorhanden sein
    • Drainageschicht einfügen: zuerst wird in den Kübel oder den Balkonkasten eine zwei bis drei Zentimeter hohe Drainageschicht gefüllt
    • Anschließend wird das Substrat eingebracht. Es sollte einen Fingerbreit unter dem Topfrand enden um noch Platz für das Gießwasser zu lassen
    • Geranien benötigen für ihre Blütenpracht viele Nährstoffe, deswegen kann ein Langzeitdünger eingebracht werden
    • Dann werden die Pflanzen eingesetzt und die Erde sanft angedrückt, allerdings nicht zu fest
    • Dabei sollte darauf geachtet werden, dass alle Pflanzen auf der gleichen Höhe wachsen (ggf. Erde auffüllen oder abnehmen)
    • Abschließend werden die Geranien kräftig angegossen
    • Ist die Erde flach geschwemmt, wird sie erneut aufgefüllt
  6. Wie viele Geranienpflanzen für einen Balkonkasten

    Die beliebten Sommerblumen wachsen recht üppig und breiten sich in alle Richtungen aus. Aus diesem Grund sollten in einen 1 Meter langen Balkonkasten vier Pflanzen gesetzt werden und in einen Kasten mit einem halben Meter Länge nur zwei Pflanzen, auch, wenn dies zunächst etwas kahl erscheint. Im Laufe der Zeit nehmen die Pflanzen den Platz ein. Stehen sie zu eng (weniger als 20 Zentimeter pro Pflanze bzw. drei Liter Erde für die Wurzeln pro Pflanze), behindern sie sich gegenseitig, nehmen sich die Sonne und das Regenwasser durch ihre dichte Belaubung.

Blühfreude der Geranie anregen

Werden die zauberhaften Sommerblumen richtige gepflanzt und gepflegt, kann sich ihre Blütezeit von Mai bis Oktober erstrecken. Damit sie möglichst viele Blüten tragen, sind eine regelmäßige Düngung und Wassergaben unerlässlich. Zudem sollten welke Blätter und Blüten abgeknickt (nicht abgerissen) werden. Blütenarme Triebe, die im Allgemeinen schwächeln, können zurückgeschnitten werden. In vielen Fällen treiben sie dann blühfreudiger nach. Weisen einzelne Triebe einer Geranienpflanze keine Knospen auf, während andere in voller Blüte stehen, können einige große Blätter entfernt werden. So haben die Blüten mehr Platz auszutreiben.
Tags: Pflege
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