Kräutergarten - So legen Sie einen an

„In den Kräutern ist die ganze Kraft der Welt“, sagt eine alte indische Weisheit. Und Sie können ganz einfach diese ganze Welt in Ihre eigene Küche holen. Es ist eine gesunde Welt, denn frischer und geschmackvoller bekommen Sie Kräuter nirgendwo. Hinzu kommt, dass Sie genau wissen, woher die Pflanzen stammen und womit sie „behandelt“ wurden.
Damit Sie im Frühjahr loslegen können, haben wir hier für Sie ein paar hilfreiche Tipps, wie Sie Ihren eigenen Kräutergarten anlegen und was Sie dazu brauchen.

Standortbedingungen – was Sie bei der Anlage beachten sollten

Kräuter die ursprünglich aus südlichen Ländern kommen, wie zum Beispiel: ThymianRosmarinSalbeiLavendel oder Basilikum haben folgende Standortbedingungen:

  • sonnig
  • warm und windgeschützt
  • trockener, durchlässiger Boden

Andere Kräuter wie SchnittlauchPfefferminzeLiebstöckel oder Estragon gedeihen im Halbschatten und bevorzugen einen humusreichen, feuchteren Untergrund. Grundsätzlich gilt folgende Faustregel: Schwere, nasse Böden vor dem  Bepflanzen mit Sand und Kompost vermischen und auflockern. Sandige, magere Böden mit Kompost und etwas Tonmehl anreichern.

Wie legen Sie einen Kräutergarten an?

Je nach Platz und Geschmack, gibt es viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für einen Kräutergarten. Sie können Kräuter durchaus bunt gemischt mit anderen Pflanzen im normalen Gartenbeet wachsen lassen und sich an ihnen einfach wie an Zierblumen erfreuen. Wollen Sie aber zu jeder Mahlzeit schnell ein paar passende Gewürze „pflücken“, ist gute Übersicht und Erreichbarkeit wichtig.

Der Kloster- oder Bauerngarten

Sie können die Kräuter-Fläche z.B. nach dem Vorbild alter Kloster- und Bauerngärten in mehrere kleine Einzelbeete unterteilen, mit Wegen dazwischen und eingerahmt von einer Mini-Buchsbaumhecke als Windschutz. Um die Kräuter auch bei nassem Wetter halbwegs trockenen Fußes zu erreichen, sind Wege aus kleinen Pflastersteinen oder -platten, aus flachen Kieseln oder Sand praktisch.
In den kleinen Einzelbeeten am besten Pflanzen mit gleichen Licht- und Bodenwünschen zusammen- setzen. Oder je nach Anwendungszweck gruppieren – z.B. täglich genutzte Gewürze, südländische Aromen, Heilpflanzen für Tees bei Erkältungen oder zur Nervenberuhigung. Wichtig dabei: Die Endhöhe der einzelnen Gewächse bedenken (steht auf der Samenpackung, bei Jungpflanzen aus der Gärtnerei auf dem Pflegeetikett). Hohe Pflanzen in den Hintergrund setzen, halbhohe in die Mitte, niedrige nach vorn oder an den Rand.

Steingarten oder Kräuterspirale

Auch ein „duftender Steingarten“, flach oder terrassenförmig, oder eine bepflanzte Trockenmauer sind denkbar. Vor allem die wärmebedürftigensüdländischen Kräuter lieben eine felsenähnliche Umgebung wie in ihrer ursprünglichen Heimat. Steine speichern die Sonnenwärme und geben sie – auch nachts noch – an die Pflanzen ab.
In kleineren Gärten sind heutzutage Kräuterspiralen sehr beliebt, die eine große Artenvielfalt auf relativ kleinem Raum bieten und dazu noch ein toller Blickfang fürs Auge sind. Durch clevere Anpflanzung können auf kleinstem Raum – schon etwa 2,5 mal 2,5 Meter genügen – die Standortansprüche von Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen befriedigt werden.

Aufbau einer Kräuterspirale:

  • ganz unten ist die Wasserzone, hier kommen feuchtigkeitsliebende Pflanzen wie Brunnenkresse oder Wasserminze hin, da sie an bzw. in einem kleinen Miniteich wachsen
  • darauf folgt die Feuchtzone, sie ist besonders humusreich. Kräuter wie PetersilieKerbeloder Schnittlauch fühlen sich hier wohl
  • die nächste Zone ist die Normalzone, sie ist gut geeignet für Zitronenmelisse
  • ganz oben ist die Trockenzone, hier können Sie Bergbohnenkraut, Thymian oder Salbei anpflanzen

Welche Kräuter passen zusammen?

Viele Kräuter lassen sich auch auf der Terrasse in Kübeln oder auf dem Balkon in Kästen ziehen. Es gibt nur ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Zum einen können einige Kräuter nicht miteinander, so sollten Sie etwa Kümmel und Fenchel nicht zusammen einpflanzen. Ebenso wenig mögen sich Pfefferminze und Kamille. Und auch Majoran und Thymian passen nicht gut zusammen. Hingegen sind zum Beispiel Petersilie und Dill oder Schnittlauch sehr gute Partner. Rosmarin und Basilikum vertragen sich ebenfalls gut, und auch Salbei und Oregano ergeben ein harmonisches Paar. Für die Gärtner ergeben sich zusätzlich Möglichkeiten, weil einige Kräuter zum biologischen Pflanzenschutz taugen und Gemüsepflanzen vor Schädlingen beschützen. So vertreibt Schnittlauch, neben Möhren gepflanzt, zum Beispiel die gefürchtete Möhrenfliege. Und: Wussten Sie schon, dass Basilikumtöpfe auf der Fensterbank lästige Fliegen fernhalten können?

Schlüters Gartentipp:

Im allgemeinen Sprachgebrauch unterscheidet man zwischen Küchen- und Gewürzkräutern.

  • Küchen- oder Gartenkräuter; so werden diejenigen Pflanzen bezeichnet, bei denen man die Blätter oder Blüten frisch oder getrocknet beim Kochen von Speisen und Getränken verwendet
  • Bei Gewürzpflanzen hingegen verwendet man eher die Früchte, Samen, Rinde oder Wurzel

.

Welchen Pflanzabstand benötigen die Kräuter?

Da die vielen Kräuter unterschiedliche Bedingungen brauchen, ist hier für Sie eine kleine Tabelle mit den wichtigen Informationen über die einzelnen Pflanzabstände.

Kräuterpflanze Pflanzabstand (cm)
Frauenmantel 40- 45
Lavendel 30–35
Oregano 20–25
Salbei 30–40
Thymian 25–30
Dill 30–35 oder Aussaat in Reihen von 25–30 cm Abstand
Koriander 20–25 oder Aussaat 1 cm tief in Reihen von 30 cm Abstand
Zitronenmelisse 30–40
Kapuzinerkresse 20–25 oder Aussaat alle 20 cm 3 Körner 2 cm tief
Schnittlauch 20–25 (auch Aussaat möglich)
Pfefferminze 30–35
Petersilie 15–20 oder Aussaat in Reihen mit 10–15 cm Abstand

Wie pflanzen Sie die einzelnen Kräuter ein?

Ob vorgezogen vom Gärtner oder aus eigener Aussaat – pflanzen Sie am besten im Frühjahr (April bis Mai) oder im Herbst (Ende September bis Anfang November). Dabei auf ausreichend Abstand achten, damit die Pflanzen ungehindert wachsen und sich ums Zwei- bis Dreifache ausbreiten können.
Die Pflanzen genauso tief in den Boden einsetzen, wie sie in den Töpfen standen. Erde vorsichtig andrücken, dann behutsam gießen. In den ersten drei bis vier Wochen gleichmäßig feucht halten, damit sie gut einwurzeln.
Wer Kräuter in Gefäße auf Balkon oder Terrasse setzt, nimmt dafür einfach eine normale, gut durchlässige Blumenerde. Damit das Wasser ungehindert ablaufen kann und keine Staunässe entsteht, sollten die Gefäße unten Löcher haben. Diese mit Tonscherben (z.B. aus zerbrochenen Blumentöpfen) abdecken und eine dünne Bodenschicht aus Kies oder Sand einfüllen – dann die Erde darauf geben.



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