Buchsbaum vermehren im eigenen Garten

Die Vermehrung des Buchsbaumes aus dem eigenen Garten ist einfach und kostengünstig. Da die kleinen Sträucher und Bäumchen sehr langsam wachsen und lange gepflegt werden müssen, bis sie in den Handel kommen, ist hochwertige Ware mitunter nicht sehr günstig. Wer sich selbst an die Vermehrung seines Buchsbaumes wagt, kann also bares Geld sparen. Dennoch gilt auch hier: es ist Geduld und Sorgfalt gefragt!

Stecklingsvermehrung beim Buchsbaum im Mini-Gewächshaus

Die Vermehrung durch Buchsbaumstecklinge im Gewächshaus für die Fensterbank eignet sich vor allem, wenn man nur wenige oder noch kleine Pflanzen als „Spender“ zur Verfügung hat oder auch, wenn die optimale Pflanzzeit für das Aufziehen im Freiland bereits vorüber ist.

1. Die beste Zeit um Stecklinge von Buchsbaum zu gewinnen

Die beste Zeit um mit der Vermehrung des Buchsbaumes zu beginnen, ist der mittlere oder späte Sommer. Dann besitzen die Stecklinge bereits verholzte Teile, die an einer leichten Braunfärbung zu erkennen sind und sich für das Vorhaben eignen. Es gilt zu bedenken, dass sehr junge und frische Triebe noch nicht ausgereift sind und die Wurzelbildung deswegen länger dauert – in Folge dessen können einige der Stecklinge eingehen. Besonders praktisch: der Buchsbaum muss regelmäßig zurückgeschnitten werden, der anfallende Schnitt eignet sich für die Stecklingsvermehrung. Im Mini-Gewächshaus ist die Zeitspanne für die Gewinnung der Stecklinge flexibler, jedoch muss bedacht werden, dass die Pflanzen ab September nicht mehr geschnitten werden sollten, da sie sonst im Winter Schaden nehmen können.

2. Welche Werkzeuge und Hilfsmittel werden für die Stecklingsvermehrung benötigt? 

  • Um die kleinen Stecklinge einzusetzen wird ein Mini-Gewächshaus für die Fensterbank benötigt.
  • Passendes Anzuchtsubstrat für die Kultivierung.
  • Um einen Zweig sauber abzutrennen, ist eine scharfe und saubere Gartenschere nötig.
  • Scharfes Gartenmesser für Feinarbeiten (dieses quetscht junge Triebe weniger als eine Schere). 

3. Risslinge gewinnen 

  • Um Risslinge zu gewinnen, werden ausschließlich gesunde und vitale Pflanzen ausgewählt.
  • Zunächst wird ein mehrjähriger Zweig abgetrennt an dem sich verschiedene jüngere Seitentriebe befinden. Dies geschieht mit einem sauberen Schnitt durch die Gartenschere.
  • Die Seitentriebe werden vom Zweig abgerissen, nicht abgeschnitten. So entstehen die sogenannten Risslinge. Diese Stecklinge besitzen am Astring besonders viel Gewebe, das zum Ausschlagen geeignet ist. Auf diese Weise lassen sich die besten Ergebnisse erzielen.
  • Durch das Abreißen ist am unteren Ende des Triebes nun ein überstehender Streifen Rinde zu finden, der mit einem scharfen Gartenmesser oder einer Gartenschere sauber abgeschnitten wird. 

4.      Steckling vorbereiten zum Einsetzen 

  • Die obere Spitze des Triebes wird mit den Messer um ein Drittel gekürzt.
  • Die Blätter am unteren Drittel des Triebes werden entfernt. Dies ist wichtig, damit das Laub des Buchsbaumes keinen Kontakt zur Erde hat und fault oder Krankheiten provoziert.
  • Handelt es sich um junge Triebe, die kaum verholzt oder sehr kurz sind, kann mit dem Messer vorsichtig ein dünner Span der Rinde (ein bis zwei Zentimeter Länge) abgeschnitten werden. So liegt das „Fleisch“ des Stecklings blank. An dieser Stelle bilden sich dann später in der Erde vermehrt Wurzeln aus.
  • Bis der Steckling eingesetzt wird, sollte er in einem Glas gefüllt mit Wasser aufgehoben werden. Dies gilt besonders, wenn eine große Menge bearbeitet werden soll und es zu längeren Wartezeiten kommt. 

5.      Buchsbaumsteckling einsetzen 

  • Die vorbereiteten Stecklinge können nun in das Substrat (Anzuchterde) eingesetzt werden.
  • Mittel zur Förderung des Wurzelwachstums (Bewurzelungspulver) können zuvor zum Einsatz kommen.
  • Großzügig angießen und auch bei der weiteren Pflege darauf achten, dass die Stecklinge nicht austrocknen. Trocknen die Buchsbäumchen einmal aus, kann dies bereits schwerwiegende Folgen bis hin zum kompletten Welken der Pflanzen haben.
  • Der transparente Deckel wird auf das Mini-Gewächshaus gesetzt, dennoch ist ein regelmäßiges Lüften ratsam. Der Schutz durch die Haube ist nötig um die kleinen Triebe vor dem Austrocknen zu bewahren.
  • Der Standort sollte nicht zu sonnig sein. Wenn kein Frost zu erwarten ist, eignet sich ein Platz in Halbschatten im Garten. Alternativ kann auch ein heller, kühler Platz im Haus gewählt werden.
  • Im nächsten Frühjahr sollten die Stecklinge Wurzeln geschlagen haben und können dann in die Erde im Garten gebracht werden.

Buchsbaumstecklinge direkt in den Garten pflanzen

Stehen als „Spenderpflanzen“ relativ große Gewächse zur Verfügung, können auch entsprechend große Stecklinge gewonnen werden, die dann direkt in den Garten eingesetzt werden. Diese Art der Vermehrung der Buchsbäume sorgt schneller für eine entsprechende Begrünung. Das Einsetzen der Stecklinge in den Garten bietet zudem den Vorteil, dass meist mit weniger Ausfällen zu rechnen ist als bei der Gewächshausmethode und auch, dass die Pflanzen sich gleich zu Beginn an ihren Standort draußen gewöhnen können.

1. Stecklinge direkt ins Beet setzen

Die Gewinnung und das Einsetzen der Buchsbaumstecklinge ins Freiland werden genauso durchgeführt, wie bei der Vermehrung im Mini-Gewächshaus. Allerdings dürfen die Stecklinge für dieses Vorhaben etwas größer sein – rund 15 Zentimeter sind beispielsweise eine gute Größe.

2. Erde für den Zuwachs vorbereiten

Damit die Stecklinge optimale Bedingungen vorfinden, sollte die Erde im Garten vor dem Einsetzen gelockert und ggf. mit hochwertiger Pflanzenerde verbessert werden. Bei Bedarf kann auch Kompost zum Einsatz kommen. Das Substrat für die jungen Buchsbäume sollte keine Staunässe aufweisen und dennoch eine gleichmäßige Feuchtigkeit bieten. Zu schwere Erde kann mit Sand gelockert werden.

3. Pflanzabstand für Stecklinge

Die Stecklinge können ruhig etwas enger nebeneinander gepflanzt werden. Allerdings sollten sich die Blätter nicht berühren oder die Pflanzen sich gegenseitig Schatten spenden.

4. Buchsbaumstecklinge schützen

Die Stecklinge sind im Winter empfindlich gegen starke Sonne und Winde. Im Bedarfsfall kann der Schutz mit Tannenreisig sinnvoll sein. Generell ist ein eher halbschattiger Standort für die Stecklinge im Beet zu bevorzugen.

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